Langfristig kann man natürlich kaufen warte aber noch 1-2 Jahre
Hallo aliter,
M. Winkler
fasste das in seiner prägnanten Art zusammen: wenn die es wüssten,
würden sie milliardenschwer in der karibischen Sonne liegen und nicht
Seminare halten.
Richtig. Darum habe ich ja meine eigene Meinung.
Welcher Artikel und wann war denn das:
Den Link habe ich am 16. August eingestellt, auf eine Anregung von Odin hin. Er ist 2 Wochen alt und zeigte schön auf, welche Panik in China herrschen muss.
http://www.ft.com/intl/fastft/373951/chinas-shadow-banking-sector-collapsed-july?siteed...
Was die Vorhersagen betrifft, so hatte ich auch in diesem Forum schon vor
langer Zeit gepostet: was sollte man machen, wenn der DAX bei 8000 ist,
verkaufen? Auch darauf kam keine Reaktion.
Nein, bei 8.000 kann man eher anfangen zu kaufen. Es hat mich nur schon seit Monaten überrascht, wie optimistisch die Mehrheit war, bei über 11.000 Punkten.
Meiner Meinung nach, kann man jetzt nicht mehr viel tun. Wenn man in die Spitze hinein verkauft hat, dann herzlichen Glückwunsch. Verlustbegrenzung kann man jetzt noch im Einzelfall tun. Unter 10.000 im DAX, sofern diese Marke nicht zurückerobert wird und man mit Glück bis in 2-3 Wochen wieder bei 10.500 verkaufen kann, sollte man durchaus auf 8.000 oder sogar 6.000 bis 7.000 Punkte gefasst sein.
Wer das Aussitzen will. Kein Problem!
Werden nur die wenigsten machen
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Diejenigen, welche bei 8.000 verkaufen würden, haben sowieso die Börse nicht verstanden meine ich.
Ich selber bin, wie man sagt, long und beabsichtige eigentlich nicht zu
verkaufen. Wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht weiter nach unten geht,
wenn richtige Panik ausbricht, dann kaufe ich nach. Ob das richtig ist, wer
weiß?
Das ist insofern richtig, wenn Du Kapital laufend investierst, 10 Jahre im voraus denkst und tiefe Kaufkurse, wie Herbst 2008 oder Sommer 2011 nutzt.
Solltest Du das Geld in 1-5 Jahren brauchen und erst nach 2012 gekauft haben, dann wäre es die falsche Strategie.
Eine gute Einschätzung der Lage hat meines Wissens auch Jeremy Grantham.
Dort findet man sehr interessante Zusammenhänge. Er verfolgt die Strategie zu kaufen, was die wenigsten haben wollen. Er kauft also immer die schlechten Aktien eines Zyklus und verkauft wiederum die guten.
Die guten Aktien des letzten Zyklus, das wären jetzt Konsumwerte, Automobilaktien, usw. Die müsste man demnach jetzt verkaufen. Stattdessen wieder ein wenig mehr Rohstoffe kaufen oder Emerging Markets.
Generell erwartet er aber nach der auslaufenden Hausse, keine Fortsetzung mehr. Die 10-Jahresrenditen müssten sich eher wieder ermäßigen.
Das Problem ist, dass kein US-Großunternehmen noch Umsatzwachstum schafft. Darum müsste das KGV in den Himmel steigen (30-40) um überdurchschnittliche Aktienmarktrenditen von 10% zu erzielen.
Vielleicht passiert das sogar, aber ich finde es keine gute Strategie.
Darum verhalte ich mich lieber antizyklisch und verkaufe mehrjährige Stärke und kaufe erst nach ausgeprägter Schwäche. Zum Beispiel habe ich im Juli und August nur ein wenig Minenaktien und Platin gekauft sowie ganz wenig Silber.
Wobei ich die nächsten 3-6 Monate wohl GAR NICHTS tun werde.
Die Zeit für Aktien kommt schon wieder, aber nicht vor 2018 meine ich!
Um es kurz zu machen:
A) Steigt der DAX wieder auf 10.500 Punkte, dann einen Teil verkaufen.
B) Steigt er in den kommenden Wochen nicht, dann KANN man verkaufen, wenn man Angst hat.
C) Fällt der DAX auf 8.000 oder darunter, dann macht ein Verkauf keinen Sinn mehr.
D) Um oder unter 8.000 sind antizyklische Käufe sinnvoll. Das kann aber auch noch bis Frühjahr 2016 dauern.
Eine schnelle Erholung erwarte ich persönlich jedoch NICHT. Sondern eher eine lange Seitwärtsphase und potenzielle Abtaucher unter 9.000 Punkte, gefolgt von starken Erholungen.
Das endgültige Tief, beim DAX, vermute ich aber eher bei 4.000-5.000 Punkten. Das wird dann aber nur ganz kurzfristig sein und wahrscheinlich nicht vor Herbst 2017. Darauf kann man jetzt nicht handeln.
Nur dieses Risiko ist mir persönlich zu hoch, um bei 10.000 Punkten in aller Ruhe weiter zu halten.
Das oben gesagte spielt aber KEINE Rolle, wenn man diversifiziert, global und über Sektoren hinweg, investiert und jeden Monat einen fixen Betrag anspart. Dann braucht man sich über Timing GAR KEINE Gedanken zu machen. Wohl aber um die Allokation des Kapitals. Denn die Gewinner der Hausse von 2009-2015 (Biotech, NASDAQ, MIDCAPs, Automobilsektor) könnten in den nächsten 5 Jahren, die Verlierer sein. Das bitte bedenken!
Gruß
Piter