Das ist eine geniale Idee! Genau so wurden früher die KZ auc h errichtet

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 23.08.2015, 08:02 (vor 3806 Tagen) @ Konstantin6312 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 23.08.2015, 08:08

heute bekam ich eine Idee bezüglich der Flüchtlinge und was diese tun
könnten:

Laufend kommen mehr und mehr Flüchtlinge.
Zitat aus der Webseite der Tagesschau:
"Am Anfang hat das sehr gut geklappt. Die Flüchtlinge waren gerade in
Deutschland angekommen, sie haben Betten vorgefunden, sie waren erschöpft.
[...] Nach vier Wochen wird das schwieriger. Die Frage ist, wie können wir
die Menschen beschäftigen. Viele junge Männer voller Energie sind dabei.
Wir versuchen, sie dort in die täglichen Aufgaben wie Saubermachen
einzubinden. Aber es ist klar: Dort gibt es Lagerkoller und
Konfliktsituationen."

Neben dem Bedarf der Beschäftigung geht der Raum für die Unterbringung
weitere Flüchtlinge zur Neige.

Das Problem könnte die Lösung sein: Wenn die "jungen Männer voller
Energie" die Räume für die nächsten Flüchtlinge bauen würden sind
beide Herausforderungen gelöst.

Genau so wurde das bei den KZ auch gehandhabt. Die vorhandenen Häftlinge wurden eingesetzt, um Unterkünfte für die noch zu erwartenden zu schaffen.

Bisher war für kreative Hausbauprojekte immer das Anti-Argument:
"Deutsches Baurecht... da geht so was nicht..."

In der akuten Notlage mag vieles möglich werden was bisher nicht ging.
Ausserdem drängt der kommende Winter.

Wenn sie kräftig arbeiten, ist ihnen nicht so kalt. Hat bei den KZ auch gewirkt.

Konkret denke ich an die Bauweise: Earthbag Building. Materialpreis fast
null. Nötig sind viele kräftige Hände, und genau das ist bei den
Flüchtlingsmassen vorhanden!

Sie könnten ja auch Straßen anlegen. 500 Flüchtlinge ersetzen mit Sicherheit eine Straßenbaumaschine.
Überhaupt gibt es Arbeit genug für Millionen Flüchtlinge, wenn wir nur daran denken, was bisher alles von Maschinen erledigt wurde!


Siehe:
http://earthbagbuilding.com/
https://earthbagplans.wordpress.com/
http://calearth.org/
http://www.alternativebuilder.com/earthbag-building.html
http://www.quickenloans.com/blog/earthbag-home-build
und viele Links mehr...

Die Mengen an Säcken sind billig zu bekommen und stellen sicher keinen
Mangel dar. Erdaushub / Sand ist in allen Mengen verfügbar, Stacheldraht

Der Stacheldraht lässt sich sicher auch anderweitig verwenden.

(liegt zwischen den Sackschichten, damit diese nicht rutschen) ist sicher
auch zu bekommen. Und als Regenschutz für den ersten Winter taugt eine
feste Plastikplane oder auch eine Schicht Papierzement.

Da diese Bauweise praktisch unkaputtbar ist (Erde brennt nicht) ist sie
meines Erachtens aktuell viel passender für die Flüchtlinge als
Strohballenhäuser, die auch recht schnell zu bauen wären.

Zentral wichtig ist Wissen um Kuppelform und Statik.

Aber das haben die Flüchtlinge doch sicher, sind das nicht alles Fachkräfte?

Gibt es hierzulande genügend Menschen mit Erfahrung in dieser Bauweise,
die wiederum andere Menschen ausbilden könnten um an genügend Stellen
diese Bauweise umzusetzen?

Lesen hier Menschen mit, die die passenden Kontakte in die Politik haben?

Wichtig wäre auch ein guter Siedlungsplan von den zu bauenden Häusern.
Egal ob die Flüchtlinge wieder in Ihre Heimat zurückkehren werden oder
nicht, die Earthbag-Häuser würden stehen bleiben. Da gehört eine
Multifunktionale Siedlungsplanung her.

Von dem AmeriKanern lernen heißt siegen lernen! Das wäre dann die deutsche Version von Fema-Camps.
Diese Siedlungen lassen sich sicher multifunktional verwenden.

Da ich schon Earthbag Wände gebaut habe ist bei mir ein wenig Erfahrung
vorhanden. Bei uns könnte ein Erfahrungsaustausch - Krisenplanungstreffen
stattfinden. Hat jemand Lust so was zu organisieren?

Hab ich noch eine Frage: Die Vertriebenen des letzten Krieges haben auch alle Siedlungen errichtet in eigenleistung und mit eigenen Fachkräften.
Wieso die Flüchtlinge nicht auch?


Viele Grüße
Konstantin

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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