Drei Sorten von "Explosivstoffen" ...

CrisisMaven ⌂, Mittwoch, 12.08.2015, 23:10 (vor 3815 Tagen) @ WhiteEagle14018 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 13.08.2015, 21:50

Waffenlager hätte sehr viele kleinere und größere Explosionen, ebenso auch ein Feuerwerkslager.

Kommt ein bisschen drauf an, was fuer Waffen da genau lagern wuerden und wie sie kompartmentalisiert sind ...

Würde nicht alles auf einmal explodieren.

... denn: wenn es Explosivstoffe waeren, die auf Erschuetterung ihrerseits explosiv reagieren, dann kann eine kleine initiale Erschuetterung ploetzlich den ganzen Rest auf einmal "zuenden".

Gas wäre eine meiner Meinung nach eine einzeitige Explosion, schon gar nicht die zweite stärker als die erste.

Auch das kommt drauf an, wieviele Installationen beteiligt sind: Mehrere Gasbehaelter an verschiedenen Stellen explodieren halt nicht immer gleichzeitig, sondern koennen in zwei, drei, ... fuenf Etappen "in die Luft" fliegen.

Es gibt grds. drei Fallgestaltungen mit z.T. Unterfaellen:

A) Dass es eine atomare Explosion ist, kann man ausschliessen, denn aufgrund der enormen Hitzeentwicklung in kuerzester Zeit auf kleinstem Raum, die eine nukleare Kettenreaktion von nur wenigen kg Spaltmaterial kennzeichnen, gibt es bei (oberirdischer) Detonation den charakteristischen "Atompilz". Davon ist nichts zu sehen. Zudem gibt es charakteristische seismische Erschuetterungen, die bei der IAEA in Wien gleich die Alarmglocken schrillen lassen wuerden.

Es kann sich daher m.E. nur um chemische Reaktionen handeln, und von denen gibt es, grob gesprochen, zwei:

B) Solche, die ihr Oxidationsmittel "in sich" tragen, d.h. die typischen Sprengstoffe wie, vom Schwarzpulver angefangen, TNT, Nitroglycerin, Nitropenta u.v.a.m.

Davon explodiert Schiesspulver mit Unterschallgeschwindigkeit, die meisten anderen mit Ueberschallgeschwindigkeit.

C) Solche, die von aussen zugefuehrten Sauerstoff brauchen, also Oel- und Gasexplosionen und -Braende.

So, wie die Bilder, die ich aber nur oberflaechlich studiert habe, es mir nahelegen, kann das sehr wohl ein grosses Gastanklager (Fluessiggas) oder ein Treibstofflager oder sonstiges Lager brennbarer Substanzen sein (C).

Dabei ist es moeglich, dass die Initialzuendung zusaetzlich aufgrund von in der Naehe gelagerten Explosivstoffen ausging (B).

Oder dass es sich um ein -in China nicht ungewoehnlich- ein Lager von Feuerwerkskoerpern oder deren Rohstoffen handelte, vgl. Enschede/Niederlande im Mai 2000.

Jede solche Katastrophe ist anders, aber die Einwohner Enschedes fuehlten sich an den Krieg erinnert.

So, wie in Thailand schon mal ein Hochhaus zusammenstuerzte, weil jemand meinte, das Dach mit einem statisch zu schweren Schwimmbecken kroenen zu muessen, oder in Raunheim 1966 die Caltex-Raffinerie lichterloh brannte, kommen meist mehrere Ursachen zusammen, weil der Gesamtueberblick der Gefahrenlage und gefahrausloesenden Faktoren fehlt bzw. mit weiterem Ausbau oder Wachstum einer Anlage verloren geht.

Wenn es ein Anschlag war, dann einer, der auf ein dafuer "geeignetes" Objekt veruebt wurde, denn Terroristen oder fremde Kommandotruppen koennen unmoeglich solche Mengen Explosivstoffe heranfuehren, ohne vorher aufzufallen.

Ich tippe mal, es wird sich als Unfall herausstellen und evtl. haben sich dabei physikalische Effekte hinzugesellt, die auf feinen Spruehnebeln von brennbaren Fluessigkeiten beruhen wie bei manchen heutigen Bomben ("Daisy Cutter").

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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