Mit dem Vieh verschwand auch die Wärme
Servus also,
ich habe ebenfalls in so einem Hof, der 1698 erbaut wurde, meine Jugendjahre verbracht.
Die Jahreszahl haben die Zimmerer mit einer Art Einlegetechnik in der Holzwand verblockt.
Die Tannenstämme wurden von Hand meisterhaft bearbeitet und hielten 1945 sogar den Granateinschlägen stand. Die Granatmunition steckt noch heute in der Wand.
Der Hof ist noch heute eine Wohlfühloase und nachdem die Landwirtschaft und damit auch der Misthaufen aufgegeben wurde, verschwanden auch die vielen Fliegen, die mich immer genervt haben.
Aliter hat jedoch 100 % recht, mit dem Vieh verschwand auch die Wärme.
Auch auf 700 m im Voralpenland gibt es sehr kalte Winter. Selbst nachdem die Wärmedämmung wo immer möglich mit Naturdämmstoffen verbessert wurde, muss der Kachelofen viel mehr beheizt werden als früher mit vollem Stall.
Ich bin kein Experte, würde aber behaupten die Holzwände speichern die Wärme nicht so gut wie die 80 cm dicken Doppelziegelwände, mit denen einige Bauherrn hier im Ort ihre Häuser gebaut haben.
Zu den kleinen Fenstern muss ich sagen, dass es mir persönlich dadurch in der Stube nach wie vor zu viel zu dunkel ist, aber größere Fenster wären einfach nicht so schön.
Viele Grüße
amos