Läuft ja schließlich nach Dottores Plan...
Hi,
in meinem kleinen Ort (1.900 Ew.) wird ein Flüchtlingsheim für 300
Menschen gebaut.Gestern war auch eine Frau bei mir, wollte ins Haus mit der Begründung,
man wolle sehen, ob das Haus für die "Einwohnung" von Flüchtlingen
geeignet sei (zusätzlich zu den bisherigen Bewohnern). Begründung: man
erwarte dieses Jahr (2015) schließlich bundesweit eine halbe Million
Flüchtlinge mit Aufnahmeberechtigung, die man unterbringen müsse.Grüsse vom d.
Gerechtigkeit auf Erden habe ich nicht erwartet, das Leben überrascht einen immer wieder.
Da klopft das Schicksal, die Flüchtlinge (PCM: Beduinen) aus dem Nahen Osten, genau an der richtigen Türe:
"... Strafprozeß gegen den Journalisten Dr. Paul C. Martin am Mittwoch vergangener Woche in ein paar Stunden erledigen. Unter dem Vorsitzenden Richter Ernst Liptow, 50, der längere Zeit Richter in einer Strafkammer unter dem Vorsitzenden Richter de Somoskeoy war, sprach die 1. Große Strafkammer den Angeklagten von dem Vorwurf frei, zum Angriffskrieg aufgestachelt zu haben. Paul Martin hatte in den von ihm als Wirtschaftspublizist herausgegebenen Wirtschafts-Informationen, die "Basis" heißen, im Juli 1979 unter anderem (hinsichtlich der Energieprobleme) geschrieben:
"Die Antwort kann nur lauten: Einmarsch. Die verbale und die tatsächliche Erpressung von zwei Milliarden Menschen der Industrienationen durch zwei Millionen Beduinen unter einem notorischen Megalomanen (Anmerkung: Es ist der Staatschef Libyens gemeint) hat ihre Grenze erreicht."
-------------
Gaddafi ist jetzt aus Libyen weg, die Beduinen ziehen nun zu Dottore. Finde ich fair...
-------------
"Das Kriegsrisiko ist minimal, sowohl militärisch als auch politisch. Die Besetzung der wichtigsten Ölfelder im Nahen Osten ist bestenfalls ein Kommando-Unternehmen, wobei die Araber bei ihrer bekannten Kriegstüchtigkeit wahrscheinlich sofort kapitulieren werden.
Paul Martin, der mit dem Satz "Hier kommt der Verbrecher" den Saal betrat, ist Kolumnist von "Bild", "Bild am Sonntag", "Hör Zu", "Welt", "Welt am Sonntag", "Weltwoche" und "der 'Playboy', falls Sie das nicht stört". In der Schweiz betreut er das Wirtschaftsmagazin "Bilanz", das er gegründet hat.
...
Auch führt er Äußerungen des Ex-Nato-Chefs Alexander Haig und des ehemaligen Außenministers Henry Kissinger an, die freilich keine Wirtschaftspublizisten sind. Sein Artikel, sagt er, handle nur von einem "Unternehmen zur Sicherung einer bestimmten Rohstoffzufuhr".
...
Und wenn sein Mandant demagogische Absichten gehabt hätte, dann hätte er doch wohl einen anderen Weg gewählt: "Wenn ich aufstacheln will ... dann wende ich mich an die 'Bild'-Zeitung, dort wird man aufgestachelt."
-------
12 Jahre später, von 1992 bis 2000 war er dann (PCM) Vize-Chefredakteur der Bild-Zeitung.
-------
via Spiegel 1980: Zwischen Richterbeleidigung und Angriffskrieg
Erfreuliche Grüße
Junger Criticus