Idee und Wirklichkeit

Falkenauge, Freitag, 24.07.2015, 20:03 (vor 3834 Tagen) @ Mephistopheles1270 Views

Tja, die Verstandesleistungen haben halt leider nachgelassen, und der
Mensch ist nicht mehr fähig, in der Natur zu überleben.
Es geht da dem Menschen überhaupt nicht anders als den domestizierten
Tieren, die durchweg üer weniger Intelligenz verfügen als ihre wilden
Artgenossen.
Wobei es müßig sein dürfte, zu fragen, was zuerst war: Das Nachlassen
der Verstandesleistungen, das dann zur Kultivierung führte als
Survival-Strategie; oder die Kultivierung, die zu einem Verschwinden der
intelektuellen Fähigeiten führte, da zum Überleben nicht mehr
notwendig.

Eine arme sozialdarwinistische Ideologie vom Menschen, die nur in der Vorstellung existiert.

Seelisch-geistiges Wesen, blablabla. Seele und Geist verschwinden, wenn
sie erst mal in begriffliche Kataster gepresst werden.
Es ist zwar nicht belegbar, aber sehr wahrscheinlich, dass "Wilde" mehr
Seele und Geist hatten als alle Kultur-Banausen.

Wie können "Wilde" wahrscheinlich mehr Seele und Geist gehabt haben als alle Kultur-Banausen, wenn Seele und Geist doch Blablabla und - ins begriffliche Kataster gepresst - verschwunden sind?

Woraus bestehen deine Gedanken? Aus Holz? Du kannst sie nicht anfassen und nicht sehen, sondern nur seelisch-geistig erfassen. Und doch geben sie dir Bewusstsein und die Gewissheit, dass die Welt so sei, wie du denkst.

Oh doch. Ein hierarchielose (Hierarchie = Herrschaft der Heiligen)
Gemeinschaft bringt nur Unheil und Chaos.


Ist das begründet gedacht oder geglaubt?

Kennst du den psychologischen Begriff der
Rationaslisierung?
Du hast jedenfalls soeben ein schönes Beispiel dafür abgeliefert.

Diese Art der Rationalisierung mag es geben. Meine Worte als solche zu bezeichnen zeugt nur von völliger geschichtlicher Unkenntnis der Ideenentwicklung. Es ist immer merkwürdig, über etwas abfällig zu schwadronieren, von dem man offensichtlich keine Ahnung hat.

Gleichheit ist die Freiheit der Gleicheren.


Sophistische Leerformel, die wohl witzig sein soll.

Gleichheit und Freiheit ebnen die Hierarchie prinzipiell ein. Die
Gesellschaftsform dafür muss erst noch entwickelt werden. Jedenfalls

liegt sie nicht rückwärts in alten Hierarchie-Mustern.

Ja, aber nur in deiner Vorstellung. In Wirlichkeit sieht man das
nirgendwo.


Nein, nicht in meiner Vorstellung, sondern in der Logik der Begriffe. Dass man das in der Realität nirgends sieht, habe ich ja gesagt. Aber in den Begriffen liegt es und kann realisiert werden.
Das wäre die Aufgabe der Kultur.

Gruß
Falkenauge


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