Monetäre Staatsfinazierung in den USA
Völliger Schwachsinn. Die Banken verdienen sich an jedem Rettungsprogram
dumm und dämlich, weil sie WISSEN, daß die Griechen und damit sie
gerettet werden. Die Vergabe untersicherter Kredite in dem Wissen,
Kauf doch griechische Anleihen, sind in 1000er Stückellungen zu haben, normalerweise
sind Staatsanleihen zu 100k gestückelt. Rendite ist super, auf Jahre hinaus. Britisches
Recht, soviel ich weiss.
Steuerzahler in die Haftung zwingen zu können, ist das Spiel der Banken -
es funktioniert über ideologisch gleichgeschaltete Politiker. "Monetäre
Staatsfinanzierung", daß ich nicht lache. Kauft nicht etwa die FED
Staatsanleihen schon immer direkt an?
Die USA ist noch viel verruchter, als Du ahnen magst, die FED-Notes (Bargeld) sind per
Definition Schulden der Regierung, sogar die Unterschriften aus dem Treasury finden sich
darauf und nicht wie üblich, der Notenbanker.
Kauft die FED aber Anleihen, dann ausser in absoluten Ausnahemn, nur Anleihen, die eine
Auktion durchlaufen haben, an der die Primary dealers bieten mussten. So wird das
Defizit finanziert, das im Parlament genehmigt werden muss.
FED hat also nie die Macht, die man ihm zuspricht, im Gegenteil, es ist das Parlament,
das entscheidet.
Das müsste Dir vom Prinzip her gefallen, obwohl die Budgethoheit wohl eher bei der Regierung
als beim Parlament siehst?
Problem in Griechenland sind die mangelnden Rechtsstrukturen. Davon, daß
die in KEINEM Reformprogramm systematisch eingefordert werden (ideologisch
verdummte Politiker + griechische Oligarchen, die daran kein Interesse
haben), profitieren die Banken. Denn das gibt ihnen die Möglichkeit der
Ausbeutung der GESAMTEN Eurozone.
Nun, Tsipras ist just ein Repräsentant jenes Klientelismus:
http://greece.greekreporter.com/2015/01/26/alexis-tsipras-greece-new-prime-minister-pro...
He comes from a well-off family, as his father, Pavlos Tsipras, was a contractor of big
public works, even during the military rule period.
... oder es ist eine Hetzkampagne. Ich bin über Richard David Precht darauf gestossen.
Es ist dasselbe Modell, das Wall Street seit Jahrzehnten mit
Entwicklungsländern treibt, und Leute wie Du stützen das.
Nö, ich unterstütze Entwicklungshilfe eher nicht. Und ich unterstütze auch nicht
Bail-Outs sondern Bail-Ins wie auf Zypern, oder wie Credit Suisse vorschlägt:
https://www.credit-suisse.com/ch/en/news-and-expertise/news/economy/global-trends.artic...
Bondholder und dann Sparer drannehmen und zwar früh genug, damit dem Sparer noch was bleibt. Immerhin wird er dann
Aktionär, was ihn kompensieren sollte, falls die Behörden zu übereifrig waren und die Bank nur unterschätzt wurde.
Mann, ich sollte mich mit Dir verbünden. Das sollten v.a. die Amis checken, z.B.
Krugman. Es scheint, die verstehen nicht, dass Europa eine bunte Frühlingswiese ist und
kein verdammtes Maisfeld.
Ich denke, wir sind einer Meinung darin, dass es die GR-Oligarchie ist, die die
Bevölkerung als Geisel benutzt und alles rauszögert, Hilfen absahnt und sollte die
Drachme kommen, dann billigst alles aufkauft!
Was mich wirklich interessieren würde, hast Du den Kapitalismus gelesen?
Er ist wieder etwas billiger geworden, war ja lange über 1000 EUR:
http://www.amazon.de/Der-Kapitalismus-Paul-C-Martin/dp/3548346294