Total aus dem Kontext gerissen: das Schwert für Christen

Reffke, Freitag, 17.07.2015, 18:22 (vor 3838 Tagen) @ pigbonds2803 Views

Kürzlich habe ich @PE empfohlen, bitte erst den "Kapitalismus" zu lesen,
dann
über den Debitismus zu schreiben.
Dir empfehle ich, bitte erst die Bibel zu lesen und dann darüber zu
schreiben.

Matthaeus 10
34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden
auf die Erde.
Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. 35Denn ich
bin
gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen
ihre
Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter.…

Du machst es dir ziemlich läppisch einfach, aber immerhin danke für den Hinweis und deine Antwort.
Tatsächlich eine schwierige und mißverständliche Bibelstelle, die seeehr gern angeführt wird zwecks Gewalt im NT, aber so einfach und eindeutig ist das eben nicht! [[zwinker]]
Es geht ja um "Die Berufung der Zwölf Apostel":
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/matthaeus/10/
Eher eine Art Metapher, eben ein Gleichnis - biblisch gesprochen -, sich zu entscheiden auf Leben und Tod:
Warum?
Für Christen ist der Tod nicht das Ende!
Den hatte Jesus ja durch seine Auferstehung "besiegt"! [[top]]
Zeitlebens hat man sich zu entscheiden, Jesus zu folgen, notfalls das "Kreuz auf sich zu nehmen" (Verfolgung und Tod!) oder dem Wunsch der Familie.
Der Text muß ziemlich nah an der ersten Generation Christen entstanden sein.
Die ersten Christen, die Jesus, Paulus usw. noch gekannt haben, erwarteten noch die Parusie, also die Wiederkunft Christi zu Lebzeiten.
Christen wurden damals bekanntlich zur allgemeinen Belustigung und als abschreckendes Beispiel in Arenen den Löwen zum Fraß vorgeworfen, auf glühende Eisenstühle gesetzt und von Bewaffneten niedergemetzelt.
Das ist also ein Hinweis auf die Christenverfolgung, die sofort eingesetzt hat.
Christen mußten sich bekanntlich insgeheim treffen, leider.
Nicht nur Christen, nebenbei bemerkt, alle anders denkenden.
Christen blieben total friedfertig.
Wie die Römer es geschafft haben, diese Schauspiele zu verkraften ist mir ein Rätsel.
Vermutlich hatten sie einfach kein "Gewissen", das sie belastet hat.
Auch dazu hat Gunnar Heinsohn übrigens sehr interessante Ideen publiziert!

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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