wow --- danke!
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Speziell V. - der entscheidende Wermutstropfen ist allerdings: auch V. schweigt darüber, daß GR nicht über die Fundamente eines funktionierenden Kapitalismus verfügt: verläßliches Privat- und Steuerrecht.
Genau das würde auch den Griechen helfen, sich endlich von Korruption und Vetterleswirtschaft zu befreien - zumindest bis zu einem gewissen Punkt.
Doch sowohl die "Reformvorschläge" (Reformlügen) des Washington Consensus, die Schäuble pusht, als auch die griechischen Vorschläge enthalten diesen für die Zukunft Europas entscheidenden Punkt nicht.
Ist er erkannt, ist die Lösung für Europa glasklar (und "nur noch" gegen die ideologischen Wände in SÄMTLICHEN Köpfen durchzusetzen - am wenigsten in dem von V.).
Dazu, sobald ich dazu komme - zuerst müssen die wichtigen Leute informiert werden, die gelben Holzköpfe und debitistischen Kleindiktatoren sind später dran!
P.S. - das Referendum war brilliant: es reißt den Eurokraten die Maske herunter und läßt alle Welt sehen, daß marktfundamentalistischer Neoliberalismus Demokratie beseitigt und direkt in die Diktatur führt:
"Hayek war weitsichtig und erkannte: Parlamentarische Demokratie und freie Wirtschaft können in einen unlösbaren Konflikt geraten, und dann braucht es manchmal eine Diktatur ("a dictatorship may be a necessary system for a transitional period"). Mit seinen wiederholten Besuchen in Chile nach dem Putsch 1973 samt einer Audienz bei Pinochet wollte er ein Zeichen setzen. Im Interview mit El Mercurio bekannte Hayek 1981: "Personally, I prefer a liberal dictator to democratic government lacking in liberalism." Überdies sei die einzige echte Diktatur in Lateinamerika jene von Allende gewesen. Dass Hayek ein Treffen seiner Mont-Pelerin-Society nach Viña del Mar einberief, war kein Zufall. Dort hatten die Generäle den Putsch geplant.
Zur Bekämpfung der "abuses of democracy" schlug Hayek in den 1970er-Jahren die Schaffung einer Jury vor, eines Rats der Weisen. Dieser agiert über dem Parlament. Mehrheitsentscheidungen, welche die Freiheit der Individuen einschränken, wären dann nicht mehr möglich wie etwa eine Pflichtmitgliedschaft in der Sozialversicherung. Die Troika von Europäischer Zentralbank, Europäischer Kommission und Internationalem Währungsfonds kann als Prototyp von Hayeks Jury angesehen werden.
Unter dem "Sachzwang" freier (Finanz-)Märkte wird schon seit Jahren gegen den Willen der meisten Menschen Politik gemacht. Oder glaubt jemand, dass der Abbau des Sozialstaats, die Zunahme der Ungleichheit, die Beschneidung von Arbeitnehmerrechten etc. dem Willen der Mehrheit entsprechen?"
P.P.S. der von Dir verlinkte Jesse zitiert in dem von Dir geposteten Link Nietzsche, der das Credo des Neoliberalismus, der dottores, Zarathustras, Heinsohns und wie sie alle heißen brilliant und in aller nackten Klarheit auf den Punkt bringt:
What is good? All that enhances the feeling of power, the Will to Power, and the power itself in man. What is bad? All that proceeds from weakness. What is happiness? The feeling that power is increasing--that resistance has been overcome. Not contentment, but more power; not peace at any price, but war; not virtue, but competence.
The first principle of our humanism is that the weak and the failures shall perish. And they ought to be helped to perish.
Friedrich Nietzsche
Das Credo des KRIEGS.
und das sagt James Galbraith dazu:
"What is at stake is a rather heroic rebellion by a very beleaguered
people against a doctrine which has been destroying their lives — the
austerity doctrine and the whole neoliberal project. For the rest of us,
what is at stake is whether we have the moral courage in the sense of
ethical responsibility to stand up to it."Jamie Galbraith,
Greek
Revolt Threatens Entire Neoliberal Project
Mehr zum Thema, inkl. der Stellungnahme von YV bei Jesse's Café
Américaine:http://jessescrossroadscafe.blogspot.de/2015/07/varoufakis-behind-germanys-refusal-to.html
FESTAN