Wikileaks-Verifikation von Hörstels Aussage über Gysis NATO-Strategie für die Linken

Bernadette_Lauert, Donnerstag, 09.07.2015, 19:48 (vor 3845 Tagen) @ Bernadette_Lauert2614 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Donnerstag, 09.07.2015, 20:29

Nochmal zurück zum Hörstel: Was er da über Gysi und die
LINKEN-Forderung zur "Auflösung der NATO" gesagt hat (Wikileaks-Doc), ist
bemerkenswert. Diesen Punkt will ich noch verifiziert wissen. Aber genau so
arbeitet der Hegemon: Divide-et-Impera, Unterwanderung, Ziele in die
falsche (weil unerreichbare) Richtung lenken. Gysi find ich trotzdem Okay.
Er hat da ein paar wichtige Sachen rausgelassen, wenngleich nicht so auf
den Punkt wie Hörstel oder Dr. Klein in diesen Reden.

Gruß, Bernadette

Hier eine Zuschrift hierzu:
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Hi Bernadette,
bin gerade auf ein Posting von dir zu einer Rede von Hörstel gestoßen:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=359172
Zur Verfifikation des von Hörstel über Gysi behaupteten:
https://wikileaks.org/plusd/cables/09BERLIN1504_a.html
War damals ein kurzer Aufreger, wurde aber schnell unter den Teppich gekehrt. Gysi konnte sich an den Wortlaut seines Gesprächs mit Murphy erwartungsgemäß nicht erinnern, und die Linkspartei durfte weiter als echte Opposition gelten. The show must go on.
https://www.wsws.org/de/articles/2010/12/gysi-d22.html
Grüße,
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Wikileaks-Dokumente sind was zum Reinfuchsen; schwer zu lesen. Der Einfachheit halber zitiere ich aus dem verlinkten Artikel, der sich mit den Wikileaks-Dokumenten beschäftigt:

"Nun hat sich herausgestellt, dass die Linkspartei für ihre doppeldeutige Haltung nicht nur allgemeine politische, sondern auch sehr konkrete persönliche Gründe hat. Der Vorsitzende ihrer Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, gehört nämlich zu den Politkern, die Botschafter Philip Murphy in der US-Vertretung aufgesucht haben, um ihn „gesellig und in Plauderlaune“ (Originalton Murphy) über die Politik der eigenen Partei aufzuklären."
[...]
"Offenbar beruhigte Gysi den offiziellen Vertreter der US-Regierung, dass er sich keine Sorgen wegen der Haltung der Linkspartei zur Nato machen müsse. Der derzeit diskutierte Programmentwurf der Partei verlangt „die Auflösung der Nato und ihre Ersetzung durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands“. Gysi erklärte dem US-Botschafter, wie diese offizielle Parteiforderung nach einer Auflösung des atlantischen Militärbündnisses zu verstehen sei – als Bekenntnis zum Verbleib Deutschlands in der Nato."
[...]
Die Forderung sei ein taktisches Manöver, um die Vertreter des linken Parteiflügels ruhig zu stellen. Diese würden nämlich sonst den Austritt Deutschlands aus der Nato verlangen, was viel gefährlicher sei."

Wie gesagt: Ich find den Gysi trotzdem voll knorke. Geradezu prophetisch seine Reden und immer ehrlich. Er lässt nix weg. Und eiert nicht rum.

Ist Gabriel gegen TTIP? Er hat sich immer so geäußert. Dafür gestimmt haben trotzdem alle Sozn. (Abstimmungsergebnis - wer stimmte wie)

Gysi schimpft genauso wie ich über die Amis. Und die Linke hat mit sechs Europaabgedorneten geschlössen mit NEIN gestimmt. Wie sonst noch DIE PARTEI und die NPD mit jeweils einem Mitglied. Naja, die Grünen waren auch dagegen, trotz transatlantischem Grünenhurentum.

Ganz schön ereignisreich, diese Tage. So vieles bleibt unausgesprochen. Noch.

Danke, Bla


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.