Selbstversorgungs-Illusion

Falkenauge, Sonntag, 28.06.2015, 18:36 (vor 3857 Tagen) @ Mephistopheles3999 Views

Weil das gesamtgesellschaftlich eine egoistische Illusion ist, ein
Rückwärtssehnen in vorindustrielle Zeiten, die nicht mehr erreichbar
sind.


Die kommen schneller als du dir vorstellen kannst

Das kann durch atomare Katastrophen der Fall sein, liegt aber nicht im Gang der menschlichen Entwicklung, in der die Zeit der Jäger, Sammler und sonstigen Selbstversorger ein primitiver Ausgangszustand war. Jede höhere Kultur beruht auf Differenzierung und Arbeitsteilung, nicht nur in der wirtschaftlichen, sondern auch in der kulturellen Versorgung, so dass jeder im Grunde immer weniger für sich selbst, sondern für andere arbeitet, sich dabei selbst auch entwickelt, und so allen am besten geholfen ist. Dies erfordert einen entsprechenden Gemeinschaftsorganismus. Dazu muss man auch größere Zeiträume ins Auge fassen als nur 700 Jahre.

Dazu ist die Bevölkerungsdichte viel zu hoch, die Menschen halten im
Gegenteil sogar immer weniger Gemeinschaft aus.

Gerade eine hohe Bevölkerungsdichte zeugt davon, dass die Gemeinschaft mit anderen (d. h. ihre Hilfe) gesucht wird und erzwingt Differenzierung und Arbeitsteilung. Dass viele Menschen immer weniger die Gemeinschaft ertragen, hängt einerseits mit der zunehmenden Individualisierung und andererseits mit den jetzigen repressiven Strukturen der Gemeinschaft zusammen. Daher gilt es ja gerade, freiheitliche Strukturen zu schaffen.

Unter einem Irrtum handelst Du aber
letztlich nicht frei.


Welcher Irrtum?

Dein Irrtum liegt in der rückwärts gewandten Illusion, es könne und müsse wieder ein urtümlicher Zustand der Selbstversorgung angestrebt und erreicht werden. Irrtum führt in die Irre und nicht in die Freiheit.

Gruß
Falkenauge


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