Lösung für Griechenland
1. FAKT: Griechenland gibt mehr Geld aus, als ein. Nach den Verhandlungen
ist das Vertrauen auf allen Ebenen verspielt.
Der errechnete Primärüberschuss (eingeforderte Steuern) beträgt rund 1,5 Mrd. Euro, das Cash-Defizit (gezahlte Steuern) rund 1,5 Mrd. Euro, bei einem Haushaltsvolumen von 20 Mrd. Euro pro Jahr. In den Gemeinden und Sozialkassen sind die Defizite bzw. Überschüsse höchst unterschiedlich.
Jetzt ist der Karren so tief in den Dreck gefahren, dass nur noch der
Grexit hilft. Nach mehreren Monaten Verhandlungstheater, gibt es kein
Zurück.
Ein Grexit würde alle Privatunternehmen mit in den Dreck ziehen und alle laufenden Geschäftsverträge stehen dann auf der Kippe - mitten in der Urlaubssaison. Im schlimmsten Fall bekommen die Urlauber mitten in der Hochsaison kein Bargeld mehr aus dem Geldautomaten.
Eine EU, die mitten in der Urlaubssaison eine Währungsreform provoziert, macht sich maximal lächerlich und unbeliebt.
2. FAKT: Die EU Partner wollten Griechenland zur Geldannahme zwingen.
Die griechischen Staatsschulden:
1. Tilgung ist nicht möglich
2. Schuldenerlass ist politisch nicht durchsetzbar
3. Eine zinslose Verlängerung der griechischen Staatsschulden um mindestens fünf Jahre würde Europa den Konflikt um das Ausbuchen der griechischen Staatsschulden ersparen.
3. FRAGE: Was macht Griechenland nach dem Exit? Sollte Putin seine
Call-Option ausüben, dann wäre das unschön für Europa.
Ohne Grexit wäre folgende Option denkbar:
1. Banken unter direkte Kontrolle der EZB.
2. Kontoführung aller Staatskonten nur auf strikter Guthabenbasis.
3. Kreditvergabe vorrangig an Unternehmen
Griechenland müsste seine Staatsfinanzierung bzw. Staatsausgaben dann von innen heraus reformieren.
4. FAKT: Riesige Summen Euro Bargeld sind in Griechenland angehäuft. Die
Griechen haben jetzt Bares und die EU hat Schulden.
Nach einem Grexit müsste, solange Überweisungen noch nicht funktionieren, das Bargeld zur Bezahlung der Importe eingesetzt werden. Unternehmen begleichen dann ihre fälligen Rechnungen durch (bewaffnete) Kuriere mit Bargeldkoffern.
Nachteil: Ein erhöhter Bargeldzahlungsverkehr zeigt die Vorteile des Bargeldes und macht alle Initiativen zur Bargeldabschaffung lächerlich.
Daraus folgt: Griechenland wird den Exit machen und dann anschliessend
kontrolliert mit Milliarden weiter gepampert, damit der böse Russe nicht
vor den Türen Europas steht.Bereits jetzt zählen die Armen in Griechenland zu den totalen Verlierern.
Eine Schande für die EU, die immer mit dem Stichwort Solidarität
daherkommt.