Jürgen Stark Interview heute morgen: Wir werden dann viel stärker in eine Transferunion hineinkommen...

Reffke, Montag, 22.06.2015, 11:34 (vor 3862 Tagen)4325 Views

Heute moren im DLF:
Kaess: Aber es gibt ja noch andere Risikokandidaten?
Stark: Ja sicher. Es gibt auch ein besonderes Risiko, dass dieses griechische Beispiel, wenn man heute nun zu einem Kompromiss kommt und vonseiten der anderen europäischen Länder weiter nachgibt, dass dies Schule macht und dass andere Länder sich ähnlich verhalten. Das heißt, man braucht sich gar nicht so sehr anzustrengen, um seine eigenen Probleme zu lösen. Wir werden dann viel stärker in eine Transferunion hineinkommen. Das ist das große Risiko, das ich sehe, und dafür gibt es keine rechtliche Basis.
Was nun die EZB angeht: Natürlich kann die EZB auf diese Art und Weise die Märkte beruhigen. Aber welche Probleme werden denn dadurch gelöst? Die strukturellen Probleme überhaupt nicht, sondern das trägt nur dazu bei, dass die Lösung der Probleme verzögert wird, und am Ende steht dann eine viel schärfere, eine viel härtere und schmerzhaftere Anpassung, als dies unter den jetzigen Bedingungen nötig wäre.

Das Interview in voller Länge, zu hören und nachzulesen:
http://www.deutschlandfunk.de/eurosondergipfel-weitere-zugestaendnisse-an-griechenland....

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org


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