Geistige Auffrischung
Hab das mit Interesse gelesen. Muß aber zugeben, dass es schon zu lange her ist, dass ich mich da an Einzelheiten erinnere. Fest steht, ich habe dafür nichts bezahlt. Obwohl ich seit Menschengedenken selbständig bin.
Ich hab es (in den 80ern und Anfang der 90er ging das noch) auch geschafft, mich aus dem sozialen Getriebe auszuklinken. Bezahlte weder Rente, noch KV, noch sonst was. Aber die Vorsorgeuntersuchungen für das Kind wurden gemacht. Allerdings nicht von meinem Geldbeutel.
Dumme Frage, - stimmt das, was Du da geschrieben hast?
Die U-Untersuchungen sind zwar nach wie vor nicht gesetzlich vorgeschrieben..
Ich hab das so in Erinnerung, dass das gesetzlich vorgeschrieben war, (oder irre ich mich da?) dann aber stellt sich die Frage: bezahlt dann das nicht der Staat? Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht mehr, wie es damals bei mir war. Könnte auch sein, dass ich damals meine Frau als Arbeitnehmerin mit wenig Gehalt in einem meiner Betriebe angemeldet habe, und das dann durch die GKV bezahlt wurde. Ich weiß es einfach nicht mehr.
Das, was auch der Tenor von anderen Lesern war, teile ich auch. Ich würde auf jeden Fall diese Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Ob man dann das auch befolgt, was die Weißkitel empfehlen oder gar vorschreiben, das steht auf einem anderen Blatt. Dafür gibts heute mehr denn je Möglichkeiten, sich umfassend zu informieren.
Ich weiß noch, dass mein Junge damals keine massenhaften Schutzimpfungen bekommen hat, weil ich da was dagegen hatte. Bestimmte Impfungen ja, das waren aber zwei oder drei. Müßte im Heft nachsehen, glaube, das war die Kinderlähmung.
Bei meinem Großen hat die Vorsorgeuntersuchung gezeigt, dass er irgendwie die Spreizung im Beckenbereich nicht so gekonnt hat, wie es sein sollte. Der Wurm war damals ein halbes Jahr alt, - und er bekam ein Spreizhöschen. Sah furchtbar aus, - ich stand oft mit Magenkrämpfen vor dem Bettchen. Aus der Verwandtschaft hatte man mich immer beruhigt, - das gibt sich schon, das wird besser, als ich mir vorstellen könnte.
So war es auch. Ging wie sein Vater zu einer Spezialeinheit, machte alle Prüfungen und Spezialausbildungen mit Erfolg, Nahkampf, Kampftauchen, Fallschirmspringen usw. - die Verwandtschaft hatte recht gehabt. Im Rückblick bin ich aber doch froh, dass man das bei den Vorsorgeuntersuchungen festgestellt hat, dass da was nicht stimmt. Mir wäre das nicht aufgefallen.
Das wollte ich zu diesen U-Untersuchungen noch loswerden, - im Interesse des Kindes, - und natürlich der Eltern.
Im übrigen war es beim letzten Kind eine schwierige Geburt und der Krankenhausaufenthalt dauerte auch länger, so wie bei Dir auch. Aber ich war mehr im Krankenhaus als zuhause, - ich hatte ein derartiges "Zutrauen" zu den Weißkitteln, dass ich denen so gut wie nichts überlassen habe. Die waren dann froh, als wir draußen waren. Aber es ist alles gut gegangen, - grade beendet der "Delinquent" seinen Militärdienst in bester Gesundheit.
Jedenfalls auch von mir die besten Wünsche für Kind und Eltern!