Der Shit-Storm gegen Udo: „Reich“ werden mit Büchern und von den Freuden, unter Polizeischutz leben zu dürfen
Erst einmal allen einen schönen Sonntag. Mir sind hier im Gelben Forum, bei Facebook und per Mail in den letzten Tagen unendlich viele geballte Fragen gestellt worden, die ich nicht alle persönlich und individuell beantworten kann. Zudem gibt es viele Vorwürfe. Daher hier ein einziges Mal geballt einige Aussagen – und zwar nur hier im Gelben Forum.
1. Der häufigste Vorwurf lautet derzeit, ich wolle mit den von mir verfassten Sachbüchern „reich“ werden, „schnell Kohle machen“ etc. – das sind die höflichen Formulierungen. Ehrlich, ich träume davon, mit meinen umstrittenen Büchern so viel Geld zu verdienen, dass ich davon leben könnte. Das Wort „unstrittenen“ ist hier wichtig. Von mir gibt es viele „umstrittene“ Bücher – und noch mehr „umstrittene“ Artikel. Das heißt im Klartext: Es gibt nicht nur unschöne Mails oder einen Shit-Storm, sondern es gibt Klagen. In einem islamkritischen Buch wie „Mekka Deutschland – Die stille Islamisierung“ sind unendlich viele Passagen enthalten, bei denen sich Personen mächtig auf die Füße getreten fühlen. Und ich habe mehr als 30 Bücher verfasst, die dazu noch in mehreren Sprachen erschienen sind. Letzten Monat hatte ich beispielsweise einen Prozess, wo mich ein Nigerianer verklagt hat, der seinen Namen in einem Buch von mir gelesen hat, welches es seit vielen Jahren in Deutschland schon nicht mehr gibt. Es gibt viele solche Prozesse gegen mich. Und zwar international. Ich kann derzeit wahrheitsgemäß nicht sagen, wie viele es derzeit sind. Ich arbeite daher mit mehreren Anwaltskanzleien zusammen, anders könnte ich gar nicht mehr arbeiten. Die Anwälte – glaubt mir das – arbeiten ganz sicher nicht für einen Stundensatz von zehn oder 30 Euro… Klar ist auch: Man bekommt – auch wenn man vor Gericht obsiegt – nicht alle Kosten erstattet, schon gar nicht, wenn die Prozesse im Ausland geführt werden. Und bei Strafprozessen ist es finanziell noch übler. Keiner zwingt einen, sich einen Anwalt zu nehmen. Ich kann allen versichern: Jeder zehnte, der sich auf den Schlips getreten fühlt, zeigt mich an. Kostet ihn ja nix – macht mir aber Arbeit. Ich bin noch nie strafrechtlich verurteilt worden, musste mich auch noch nie strafrechtlich in einem Prozess verantworten. Die ganze Arbeit im Hintergrund nehmen mir Anwälte ab. Und die kosten nun einmal Geld. Was also verdient man mit solchen „umstrittenen“ Büchern? Die ehrliche Antwort: Wenn ein „umstrittenes“ Buch wie „Mekka Deutschland“ rund 20 Euro im Verkauf kostet, dann passiert mit den 20 Euro Folgendes: Herstellung (Layout, Lektorat, Korrektur, Druck etc.) machen etwa 20 Prozent des Bruttopreises aus, rund zehn Prozent vom Verkaufspreis eines Exemplares kriegt der Autor (es gibt auch viele schlechtere Verträge, aber wir gehen mal von einem anständigen Vertrag aus – oft kriegen auch noch Literaturagenten 15 bis 25 Prozent), mindestens 50 Prozent – meist 55 Prozent - kassiert der Verkäufer (zB Buchhandel, Grossist, Internethändler), so dass dem Verleger zwischen 10 und 15 Prozent bleiben (die er noch versteuern muss und von denen er seine Angestellten bezahlt und sein eigenes Prozessrisiko trägt, denn häufig wird der Verleger gleich mitverklagt). Bei mir bleibt also von einem verkauften Buch netto irgendwas um einen Euro. Das ist toll bei vielen Sachbüchern zum Thema Kochen, Gärtnern, Dächer reparieren oder Kaninchen züchten – da hat man das Geld dann tatsächlich verdient. Bei der Zahl von Prozessen, die bei meinen mehr als 30 Sachbüchern ständig gegen mich geführt werden, ist das Veröffentlichen eines Buches wie „Mekka Deutschland“ eine Art Russisches Roulette – und zwar für den Autor wie auch für den Verleger. Warum schreibe ich auch Bücher, die garantiert keine Klagen bringen wie etwa „Was Oma und Opa noch wussten..?“ Na – klingelt es? Weil ich damit „reich“ werden will? Nein, weil ich nur so finanziell ruhig schlafen kann, denn sonst könnte ich mir das Veröffentlichen von „umstrittenen“ Büchern gar nicht leisten. Ich habe mal bei Eichborn (das war ein Frankfurter Verlag) das Buch „Der Krieg in unseren Städten“ veröffentlicht. Das brachte mir zeitgleich 32 (!) Zivilprozesse und auch dem Verlag Eichborn 32 (!) Zivilprozesse. Das Buch stand lange auf der Bestsellerliste – und ich habe rund 135.000 Euro mit dem Buch verloren. Nein, nicht weil die Unwahrheit darin stand. Sondern weil man bei Zivilprozessen auch wenn man gewinnt immer nur den einfachen Satz seiner Anwaltskosten vom Gegner erstattet bekommt - man verliert mit jedem gewonnenen Prozess Geld! Der Eichborn-Verlag ist übrigens später in die Insolvenz gegangen, weil er so viel Mut hatte und solche Bücher veröffentlichte und die Prozesse führen musste. Also: Danke an alle, die mir ständig vorwerfen, mit „umstrittenen“ Büchern „reich“ werden zu wollen. Ich bin überzeugt davon, dass viele, welche so etwas behaupten, selbst ganz schnell den Schwanz einziehen würden, wenn sie an meiner Stelle stünden. Ich danke dem Kopp-Verlag dafür, dass er als einer von GANZ WENIGEN überhaupt noch solche Bücher veröffentlicht und das enorme Risiko auf sich nimmt, denn daran verdienen tun nicht der Kopp-Verlag und ich, sondern jene, die kein Risiko haben, aber den Großteil abkassieren…
2. Für jeden, der hier mitliest, ist es völlig normal, dass er eine Urlaubsreise macht und einen Flug auf seinen Namen bucht, ein Hotel bucht, ein Fahrzeug mietet oder beim Versandhändler X Ware an seine Wohnadresse bestellt. Ich beneide jeden darum. Wenn man Bücher wie „Mekka Deutschland“ veröffentlicht, die einen finanziell teuer zu stehen kommen (zumindest ein enormes finanzielles Risiko bedeuten), dann gibt es viele nette Zeitgenossen, welche von freier Meinungsäußerung nichts halten und einen liebend gern ganz schnell töten möchten. Ich versichere hier: Meine Familie musste in der Vergangenheit zwei Mal wegen konkreter Mordplänen muslimischer Mitbürger schon die Wohnung verlassen und durfte nie wieder zurückkommen. Meine Familie hat jahrelang unter Polizeischutz gelebt (nein, das ist nicht toll, das ist weder für die Polizisten noch für die Betroffenen „schön“). Ich kann im Internet heute nichts mehr bestellen, kann auf meinen Namen keinen Flug buchen oder ein Hotel, kann keine Urlaubsreise antreten unter meinem Namen. Nicht an meine tatsächliche Adresse, nur an Tarnadressen - und die Wohnungen kosten Geld. Und wenn ich mal einen Vortrag halte, dann wechsele ich irgendwo das Fahrzeug. Für eine Woche mag das spannend sein. Für den ganzen Rest des Lebens ist es das ganz sicher nicht. Es gibt ca 500 Personen in Deutschland, die so wie ich leben müssen, weil sie (aus unterschiedlichsten Gründen) von Muslimen mit dem Tod bedroht werden. Fragt man Mina Ahadi (vom Verband der Ex-Muslime), wie „schön“ so eine Situation ist. Das alles bedeutet nämlich vor allem eines: noch mehr Kosten. Ein Beispiel: Ich musste mein kleines Wohnhaus nahe Frankfurt auf Anraten des LKA Hessen zur Festung umbauen – auf eigene Kosten. Infrarotkameras auf dem Dach, Infrarotkameras an jeder Ecke des Grundstücks, Sensoren an jedem Fenster, mobile Notfalltaster für die ganze Familie mit Direktschaltung zu einem Wachunternehmen und zur Einsatzleitung der Polizei, ein gepanzertes Fahrzeug etc… Ich bin ein ganz normaler Mensch – und muss mich, weil ich meine „umstrittene“ Meinung frei äußere, absichern wie ein Superstar oder ein Regierungschef. Und alle Kosten selber tragen.
Nein, keiner muss mich lieben. Man kann auch gern völlig anderer Meinung sein als ich. Aber bevor man mir die nächste Mail schickt mit „Du willst doch nur Kohle machen“ oder sonstige Shit-Storms im Web entfacht wäre es ganz toll, wenn jeder sich mal ne Sekunde hinsetzt und überlegt, was er da meiner Familie antut. Ich kann das alles runterschlucken. Und es gibt da draußen auch noch viele Anwälte, die mir sicher gern noch mehr Prozesse abnehmen würden (gegen Bezahlung…) – aber für meine Familie ist das alles nicht so prickelnd.
Allen noch einen schönen Sonntag – im wie „Mekka Deutschland“…
Es ist leicht, den Mund zu halten und wegzuschauen. Ich will es mir aber nicht leicht machen. Das machen schon so viele.
Bitte postet diesen Text auch auf Facebook etc mit Verweis auf das Gelbe Forum, damit ich nicht so viele Anfragen zu den ständig gleichen Fragen und Vorwürfen beantworten muss...