wenn, dann gewiss auf allerhöchstem Niveau ...

Weiner, Mittwoch, 27.05.2015, 13:45 (vor 3888 Tagen) @ Vatapitta2278 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.05.2015, 13:54

Hallo @Vatapitta und @all,

Natürlich hört man auch hier auf dem Forum gelegentlich die angesprochenen Laute. Doch sind sie mir insofern dennoch lieb, weil sie meist aus echter Betroffenheit resultieren - ganz wie @Zooschauer das bei Schramm/Dombrowski gut gespürt und in seinem parallelen Beitrag treffend beschrieben hat.

Zudem paaren sich Unmutsäußerungen und Warnrufe (wohl der evolutionäre Ursprung des Blökens) hier auf dem Forum mit exzellenter Reflexion, mit stupendem Hintergrundwissen, mit bohrender Tiefenschärfe, mit panoptischen Blicken über den Tellerrand, mit charakterstarker Weltanschauung etc. etc. - nicht zuletzt ebenfalls mit Humor und Kultur.

Ich habe vor zwei Jahren aufgegeben, TV und Radio zu nutzen, und Mainstream-Medien kenne ich seit fünf Jahren nicht mehr. Es war ein großes Problem anfangs, ohne solche Quellen dennoch einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben - bis ich auf das GELBE gestoßen bin. Hier kann man sich, bei geeigneter Mitlesestechnik, in 10 Minuten mehr Einblick in das Tagesgeschehen und seine Hintergründe verschaffen, als durch stundenlanges Glotzen.

Deshalb an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön und ein großes Kompliment an alle, die hier mitschreiben sowie das Forum organisieren.

Es tut natürlich weh, dass aus dem hier gesammelten Wissen und der hier sichtbar werdenden politischen Energie scheinbar keine entsprechenden konstruktiven Änderungen entfaltet werden. Doch stimmt das wirklich? Ich gehe davon aus, das jeder hier in seinem eigenen Bereich das Nötige tut und dadurch bereits Änderung bewirkt.

Die ewige und grundsätzliche Frage, wie wir uns als Menschen politisch solidarisch organisieren und darauf aufbauend handeln könnten (etwa um die Mißstände da draußen gemeinschaftlich zu beheben), passt wahrscheinlich gar nicht zur pulsierenden und fluktuierenden, primär intellektuellen Lebendigkeit des Forums. Und insofern getraue ich mich nicht, sie allzu nachhaltig zu stellen oder meine bescheidenen Antworten vorzuschlagen.

Ich würde nur gerne festhalten, dass in diesem Lande die solidarische politische Selbstorganisation der Bürgerinnen nicht verboten, vielmehr sehr erleichtert, gefördert und gut geregelt ist (verglichen mit zurückliegenden Zeiten). Das ist zunächst einmal eine sehr gute Voraussetzung, um innerstaatlich und in der Außenpolitik Änderungen zu erreichen.

Mit nochmaligem Dank und freundlichen Grüßen,
Weiner


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