Edelmetall und Sachwerte

Fairlane, Montag, 25.05.2015, 21:29 (vor 3887 Tagen) @ Udo3153 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.05.2015, 13:30

Edelmetalle wurden schon oft als Wertaufbewahrungsmittel benutzt, allerdings liegt der besondere Vorteil ja darin, dass Gold, Silber oder Platin anonym zu erwerben ist und auf diesem Wege nicht belangt zu werden, denn was weg ist und wo es keine nachvollziehbare Spur gibt, ist auch nichts zu holen.
Leider werden Tafelgeschäfte bei Banken auch feinsäuberlich abgeheftet und die Abrechnungen tragen einen Käufernamen und eine Kontonummer. Zumindest kenne ich das aus meiner Bankpraxis exakt so und diese Quittungen unterliegen auch einer Aufbewahrungsfrist. Nur bei wenigen Unternehmungen, so z. B. der Exchange AG (ohne nun Werbung machen zu wollen) kann man anonym Edelmetall ohne großes Aufheben unterhalb der Geldwäschebeträge abwickeln.

Hat man dann seine Münzen oder Barren, mag das schön sein, aber man denke mal daran, was man damit anfängt, wenn ein entsprechendes EM-Verbot in Kraft tritt. Man müsste also warten - womöglich sehr lange warten, bis man sein Gold, Silber oder Platin wieder "verflüssigen" und dem Wirtschaftskreislauf zuführen kann. Klar kann dies sinnvoll und zielführend sein, aber manchmal dauert das Jahrzehnte und während dieser Jahre bleibt einem diese Kaufkraft nur für private Geschäfte, welche mit dem Risiko behaftet sind, entweder an den "Falschen" zu geraten, der einen denunziert oder gnadenlos über den Tisch zieht; beispielsweise 1 Oz. Gold für einen Sack Kartoffeln...

Im Prinzip und so sehe ich es, ist gehortetes EM totes Kapital b.a.w..

Sachwerte - ich sehe es so, dass man unterscheiden muss, um welche es sich handelt; Haus, Grund und Boden werden eingetragen und Besitz verpflichtet, sowohl dem Staat gegenüber, welcher einen mit gegenleistungslosen Abgaben behelligt (Steuern), und die Erhaltung bedarf auch finanzieller Aufwendungen. Das kann man weiterspinnen bis hin zu tollen Entschuldungsideen des Staates in Form von Zwangsgrundschulden, und schon wird der Sachwert zum Problem.
Nützlicher Kleinkram mag zum Tausch einladen, aber was will man in großer Menge einlagern, um wirtschaftlich für andere eine interessante Quelle darzustellen? Schnaps? Streichhölzer? iPhones?
Ich denke, es müssen schon richtig harte Zeiten aufkommen, dass man zur gern besuchten Fundgrube von Taschenmessern, Batterien oder sonstigen Notwendigkeiten wird.

Ich glaube eher, dass man mit Negativzinsen, RFID-getaggten Banknoten und sonstigen Gemeinheiten den Binnenmarkt abwürgt.
Wäre die Schweiz und Monaco früher so zimperlich im Umgang mit Geldern von irgendwoher gewesen, dann hätten sie niemals ihren Wohlstand erreicht.

Gruss, Fairlane


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