Der Anfang vom Abstieg
Hallo Schneider,
der Körper ist fassbar und bis zu einem bestimmten Grad erklärbar.
Das Denken, die Vorstellungskraft, Inspiration usw. sind weder
fassbar noch erklärbar.
Man hat sich kollektiv auf eine erklärbare, dreidimensionale Welt der
Objekte geeinigt. Das hat vielleicht vor 2500 Jahren bei den ollen Griechen
stattgefunden. Damit hat man die Psyche in das Reich des Unerklärlichen
und Unwirklichen verbannt.
Diese Trennung gab es jedoch nicht immer. Heraklit sprach vom Logos,
der für alle gilt. Es gab also Lehren in denen die Psyche eine objektive
Rolle gespielt hat. Das beinhaltet objektives Wissen, objektive Vernunft
und objektive Kunst. Diese Lehren und Denkschulen waren die Grundlage
späterer Philosophie. Das heißt, sie wurden zu einer theoretischen
Angelegenheit. Etwas für Philosophen und Denker, jedoch ohne
praktische Anwendbarkeit.
In diesen alten Kulturen waren Körper und Psyche noch nicht getrennt.
Damit waren sie in wesentlichen Bereichen weiter als wir heute. Es war
eine ganzheitliche Sichtweise. Es sollte klar sein, dass eine Entwicklung
nur über das Bewusstsein – der Psyche – stattfinden kann.
Wenn man heute darüber streitet ob man Rassist ist, wenn man das
Wort Rasse verwendet, zeigt das wie weit wir schon von objektiver
Vernunft entfernt sind. Bei den ollen Griechen war das wahrscheinlich
schon ähnlich. Wohl noch nicht ganz so schlimm. Es war vielleicht
der Anfang vom Abstieg.
Gruß
nemo