Der Faden spinnt sich weiter

nereus, Dienstag, 21.04.2015, 13:41 (vor 3920 Tagen) @ Falkenauge3537 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 21.04.2015, 13:44

Hallo Falkenauge!

Das Journalisten-Problem läßt sich nahtlos fortschreiben, denn zur Zeit werden wir wieder mit echten Katastrophen vom Politik- und Medienbordell „bombardiert“, siehe die Tragödien im Mittelmeer.

Warum die Menschen flüchten, scheint wenig bis überhaupt nicht zu interessieren.
Ein paar Altgedienten – leider wenn sie nicht mehr in Amt und Würden sind – platzt aber dann doch die Hutschnur und sie reden Klartext

Mit unserer europäischen Unterstützung und dem Rohstoff-Abbauinteresse in Afrika haben wir zwischen Afghanistan über Irak, Syrien und Libyen bis hinein in den Maghreb einen Gürtel des Todes gelegt. Endlose Kriege, vom Westen angezettelt, durchgeführt und verschlimmert, haben dort, wo man in Wohlstand leben könnte, nichts als Mord und Totschlag angerichtet. Selbst in den tiefsten Zeiten des Kalten Krieges konnte Egon Bahr für Willy Brandt davon sprechen, den südlichen Sudan mit seinen überaus fruchtbaren Böden zur Kornkammer für ganz Afrika zu entwickeln. Und heute? Großkonzerne aus aller Herren Länder haben sich in ganz Afrika das fruchtbare Land unter den Nagel gerissen und selbst den afrikanischen Bauern fehlt jede Perspektive.
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Es fällt dabei auf, dass unsere Regierungen plötzlich und bei aller Kontrollwut den eigenen Landsleuten gegenüber taub und blind geworden sind, was die Umstände dieser Massenmigration anbetrifft. Wundern kann man sich auch darüber, dass die USA nicht zum Ziel dieser Migration werden dürfen, obwohl und gerade weil die USA diesen Teil der Welt mit ihren zwangsgepressten oder freiwilligen Verbündeten nicht nur nachhaltig in Brand gesetzt haben, sondern von ihrem Tun auch nicht ablassen. Regierungen, die jeden Vorwand gesucht und genutzt haben, humanitäre Interventionen im Stil britischer Balkanpolitik vom Zaun zu brechen, um unliebsame Regierungen in die Knie zu zwingen, scheinen unfähig oder unwillig zu sein, Menschen zu helfen ..
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Wenn schon Milliarden Euro für eine zutiefst humanitäre Aufgabe ausgegeben werden müssen, sollte man mit einer vervielfachten Wirkung das Geld, beginnend am nördlichen Rand Afrikas, in geeignete Projekte stecken und schleunigst zu einer europäischen Politik zurückkehren.
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Die seit Jahrzehnten publizierten Landkarten über die Neuordnung von Nah- und Mittelost geben Aufschluss darüber, wie mit Brachialgewalt an Europa und seine wichtigen Nachbarregionen herangegangen wird. Ganze Landstriche in Syrien, um nur ein Beispiel zu nennen, sind entvölkert. Mal sehen, wer demnächst in diese Häuser einziehen muss?

Quelle: http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3401

Alexandra Bader ergänzt diesen Beitrag:

IPPNW Deutschland hat einen "Body Count" für den US-Krieg gegen Afghanistan und den Irak veröffentlicht, weil die Anzahl der Todesopfer meist unterschätzt wird. Ihren Angaben zufolge sind 1,1 Millionen Menschen in Afghanistan, dem Irak und in Pakistan getötet worden.
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Unter der Perspektive, dass wir Urheber kennen und es sich bei Flucht und Vertreibung nicht um schicksalhafte Ereignisse handelt, bei denen die einzig menschliche Reaktion darin besteht zu helfen, wirkt es heuchlerisch, sich nur darauf zu konzentrieren, sich um die zu kümmern, die es bis hierher schaffen. Auch verständliche Forderungen nach Aufnahmezentren jenseits des Mittelmeers und der Möglichkeit, Asylanträge außerhalb der EU zu stellen, ändert nichts daran, dass alle sich scheuen, die wahren Ursachen zu benennen.

Eigentlich sollte man angesichts dieser Umstände immer und immer wieder die Strategie des SYSTEMS von Stratfor-Chef Friedmann in seinem Denkapparat vorüber ziehen lassen.
Ich bin ihm sehr dankbar, daß er Klartext geredet hat und künftig kann man jedem „Agitator“ diese Gedanken und Sprüche auf dessen Labermaul kleben.

Nachdem 1871 das Frankreich Napoleons III. durch die deutschen Staaten besiegt und das Bismarcksche Deutsche Reich gegründet war, galt nicht mehr Frankreich, sondern Deutschland als Hauptgefahr für die Britische Vorherrschaft in der Welt.
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Eine starke Europäische Union unter deutscher Führung, die eng mit der Russischen Föderation und der Eurasischen Union kooperiert, mag zwar für Deutschland von Vorteil sein. Doch für die USA stellt eine solche Entwicklung eine langfristige Bedrohung und Konkurrenz dar. Ein Zusammenwachsen Eurasiens – womöglich inklusive Chinas und der Ölgebiete im Nahen und Mittleren Osten – würde die USA in eine ökonomische und geostrategische Randposition drängen. Das ist in Washington nicht gewollt.

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Eigentlich ist die US-Politik durchschaubar wie ein Glas Wasser. US-Politiker wie Hillary Clinton, Barack Obama, John Kerry, John McCain und viele andere machen keinen Hehl daraus und sprechen alle wichtigen Aspekte offen an. Noch direkter in ihrer Wortwahl sind die Geostrategen wie Henry Kissinger, Zbigniew Brzezinski oder George Friedman. Man muss ihnen nur zuhören.

Dennoch wird ein medialer Schleier darüber geworfen.
Die Menschen sollen glauben, es ginge um westliche Werte wie Freiheit und Demokratie.

Quelle: http://www.freiewelt.net/reportage/george-friedman-usa-gegen-deutsch-russische-kooperat...

mfG
nereus


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