Aufklärungsversuch find' ich gut
Hallo pe,
... zeigt Sahras Rede aus meiner Sicht auch, wie wenig einig sich die Linke
nach wie vor bei der Analyse der Lage und v.a. bei der Strategieplanung
ist.Varoufakis' "Modest Proposal" - seine
Strategie für
die Lösung der Eurokrise - scheint bei ihr noch nicht mal
angekommen zu sein, geschweige denn, daß sie Yanis' Vorschlag kritisch
unter die Lupe nehmen und diskutieren würde.Der nämlich hat ein "serious shortcoming": solange es in Griechenland
kein verläßliches Zivil- und Vertragsrecht sowie gut dokumentierte
Eigentumsrechte gibt, wird es dort weiterhin nur schlechte Schuldner geben
können, und die Banken werden ihr Spiel, die Staaten über die Androhung
von Bankenzusammenbrüchen in Haftung zu nehmen, das diese seit den 80er
Jahren (damals noch im Testlauf mit außereuropäischen
Entwicklungsländern) treiben, weiter spielen können.Die Linke ist hier leider blind, auch ihr "debitistischer"
postkeynesianischer Flügel (z.B. Flaßbeck) ist hierfür völlig blind und
damit unfähig zu einer realistischen Analyse der Eurokrise. Wie überhaupt
die Linke ihre Geschichte (Realsozialismus und Verbindung zur Marx'schen
Theorie) nicht wirklich aufgearbeitet hat und ohne überlegene Politische
Ökonomie dasteht, mit der man der herrschenden Theorie Paroli bieten
könnte.Deswegen bleibt man auch beim eigenen traditionellen Klientel - den
deutschen Lohnabhängigen - bisher unglaubwürdig. Würde allerdings das
"modest proposal" durch grundlegende Reformen des Privatrechts in den
Süd-Ländern ergänzt, würde es funktionieren.
Bis hierher leider nur pseudointellektuelles BlaBla.
Werde mal einen Aufklärungsversuch starten ...
Das wiederum wäre sicher eine Möglichkeit, die vielen Unwissenden aus ihrem Nebel zu führen.
Vorher würde ich mich aber über eine Antwort auf gestellte Fragen mehr freuen.
Wenns dafür schon nicht reicht, ...
Freundliche Grüße
KK