Transatlantiker drücken jetzt auch auf Kommunalebene auf die Tränendrüsen
Die kleine Alina aus der Westukraine braucht Hilfe, und zwar €59,400 für eine Protonentherapie.
So steht es Schwarz auf Weiß im Anzeigenblatt "Die Woch", das irgendjemand kostenfrei in meinen Briefkasten geworfen hat. Abgedruckt von der Saarländischen Wochenblatt Verlags mbH, deren Eigentümer auf die Schnelle nicht zu ermittlen waren.
Bezahlt wurde für den Abdruck des Hilfeaufrufs offenbar von der Aktionsgemeintschaft Standort Bous:
http://www.maisause.de/index.php/spendenaufruf
Googelt man noch etwas weiter, so findet man Alina bei Ein-Herz-Für-Kinder:
http://www.ein-herz-fuer-kinder.de/EHFK/deutsch/Projekte/Weltweit/Weltweit.html?view=pr...
(zweite Reihe links)
Oben kann man die Länder auswählen. Merkwürdig nur, dass ausgerechnet ein Kind aus der Ukraine im Wochenblatt promoted wird.
Könnte ja Zufall sein, aber in der gleichen Ausgabe von "Die Woch" findet sich dann noch ein zuckersüßer Artikel über eine Familie aus Syrien, die hier gut angekommen ist und sogar schon einen Auftritt mit einer örtlichen Theatergruppe hatte:
Man bedenke dabei, dass in so einem Wochenblatt für kaum etwas außer Werbung Platz ist. Möge sich jeder selbst ein Urteil bilden.
Was meint ihr? An welcher Stelle bzw. an welchem Hebel sitzt in diesem Netzwerk der Transatlantiker?