Die Einwände gehen an der Sache vorbei

politicaleconomy, Mittwoch, 08.04.2015, 11:18 (vor 3988 Tagen) @ Bernadette_Lauert3088 Views

Hi BL,

Banken müssen pleite gehen können, wenn sie sich verzockt haben.
Was die Sichteinlagen der Kunden angeht, sollte der Staat einspringen
(ggf. gestaffelt), nicht aber zum Schutze des Großkapitals hinter der
Bank.
Oder wie siehst Du das?

So:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350653

Statt den Banken Steuergelder zu schenken, kauft "der Steuerzahler" die bankrotten Banken zu Spottpreisen (=sehr marktkonform). Das Personal wird ausgewechselt, die Kleinsparer gerettet, ansonsten werden die Verluste in sinnvoller Weise auf die Gläubiger verteilt.

Die dadurch ausgefallene "Nachfrage" wird durch fiskalische Stimuli in realwirtschaftlich sinnvollen Bereichen ersetzt, was gleichzeitig eine Stärkung der Realwirtschaft bedeutet.

Die Finanzmärkte werden strikt reguliert, wie nach 1929ff (New Deal, Roosevelt: Glass Steagall Act, etc.).

Anschließend werden die rekapitalisierten Banken reprivatisiert: der Staat verkauft sie (mit Gewinn) wieder, die Gewinne kommen "den Steuerzahlern" zugute.

Damit haben die Skandinavier in den 90ern gute Erfahrungen gemacht, wie z.B. hier beschrieben. Wie man es speziell für die Eurozone machen könnte, zeigt Varoufakis in seinem "bescheidenen Vorschlag".


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