Gegen die isländische Lösung wird ja immer wieder vorgetragen, dass...

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 08.04.2015, 09:04 (vor 3986 Tagen) @ politicaleconomy3511 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 08.04.2015, 09:10

Hi politicaleconomy,

das ist eine spannende RT-Sendung.
Als Gegenargument gegen die isländische Lösung wird ja allerortens vorgetragen, dass das im kleinen isländischen Maßstab vielleicht so funktioniert habe, aber im Großen die Banken über die Steuerzahlerhaftung rausgehauen werden mussten, weil sonst "das System" komplett in die Knie gegangen wäre.
Daher müsse man Verluste sozialisieren und Gewinne privatisieren.
Daher müsse der Ertrag (hohe Renditen) vom Risiko (höheres Staatsanleihenausfallrisiko bei Schuldenstaaten) getrennt werden.
Das ist doch alles Blödsinn, dieser Finanzkapitalkommunismus. Schon das Grunprinzip der Staatsfinanzierung ist stark verbesserungswürdig, aber diese Trennung von Rendite und Risiko verstößt gegen die eigenen Prinzipien des stark verbesserungswürdigen Systems.
Banken müssen pleite gehen können, wenn sie sich verzockt haben.
Was die Sichteinlagen der Kunden angeht, sollte der Staat einspringen (ggf. gestaffelt), nicht aber zum Schutze des Großkapitals hinter der Bank.
Oder wie siehst Du das?

Gruß, Bernadette


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