Nochmal zur DNA-Identifikation ... alles VIEL, VIEL einfacher ...
Bei all den Körperfragmenten (s. Flugzeugreste) dürfte die Idenitifzierung aller Insassen ein ziemlich lang dauerndes Puzzlespiel werden,
Nein. Das ist ein relativ einfacher Prozess: die gefundenen Fragmente koennen EINDEUTIG einem von aussen (vgl. eben Zahnbuersten, aus den dort genannten Gruenden!) als Referenz gestellten DNA-"Fingerabdruck" zugeordnet werden.
Das ist lt. Medienberichten inzwischen geschehen, d.h. man hat Material eingesammelt und, siehe da, zu JEDEM der erwarteten Opfer fand sich mindestens ein (!) "Hautfetzen", Knochen mit Mark, irgendwas, das dessen DNA traegt.
Damit ist DIESE Stufe abgeschlossen ... (Das heisst, man hat von JEDEM ETWAS gefunden, aber nicht von JEDEM ALLES!!!)
wenn nicht ist das wiederum ein Hinweis darauf wie schnell heutzutage DNA-Identifizierung möglich ist => Merken für die Zukunft für (Kriminal)Fälle wo die Dauer einer solchen Identifizierung entscheidend ist.
Und DAS ist nicht dasselbe!
Hier (nach dem Flugunfall) werden -anhand EINDEUTIG zuordenbarer DNA-Spuren ("Zahnbuersten", s.o.)- seinerseits EINDEUTIGE im/auf dem Boden gefundene Leichen-Fragmente zueinander zugeordnet.
Bei einem einzelnen Taeter einer Straftat aber und seinen Opfern oder Spuren sieht die Sache meist etwas komplizierter aus:
A) Man hat verschiedenste "Spurenleger", wie der sorgfaeltige Kriminalist das nennt. Das ist neutral gesprochen "irgendwer", der eine Spur hinterliess.
B) DARUNTER sind auch DNA-Spuren.
C) Nehmen wir einen Mord in einer Kneipe ("Koerperverletzung mit Todesfolge" - wir wissen naemlich noch nicht einmal, ob die Tat die Mordmerkmale erfuellt und nicht etwa Notwehr oder Selbstmord war - sonst haetten wir ja vermutlich auch schon den Taeter, verdammich ...). Nun findet man folgende DNA am Tatort:
1) Die Urlauber aus Berchtesgaden, die gestern an dem Tisch zu Mittag assen.
2) Den Wartungstechniker der Brauerei, der heute den Zapfhahn ueberpruefte.
3) Die vom Kriminaloberkommissar, weil jeder Mensch laufend Hautschueppchen verliert.
4) Die DNA von drei Sanitaetern und der Notaerztin, die natuerlich, wenn es um Lebensrettung geht, UEBERHAUPT KEINE RUECKSICHT auf spaetere Spurensicherungsbelange nehmen!
5) Die DNA der zwei Herren vom Bestattungsunternehmen.
Usw. usf. Hm???
So, und jetzt gleicht man das ab. Tja, und was kommt dabei heraus?
FUENF DNA-Spuren, die weder zum Opfer, noch den unter 1-5 genannten Personenkreis passen.
Und:
A) der Taeter selbst hat entweder vielleicht gar keine DNA am Tatort hinterlassen (kann auf zufaelligen Gluecksumstaenden beruhen, kann zerstoert worden sein, kann sich gut ausgekannt haben - z.B. selbst Polizeibeamter, Rechtsmediziner oder von der organisierten Kriminalitaet).
B) Man hat letztlich sieben nicht zuordenbare DNA-Spuren, die man weder mit der BKA-Datei vergleichen kann, weil keiner der sieben dort erfasst ist
und
C) Man weiss nicht, ob es sich dabei nicht AUCH um Urlauber, diesmal aus Detmold (vgl. oben C1) handelt.
Man weiss eben NIX. Und es passt hinten und vorne nicht. Und es koennte eine vorgetaeuschte Straftat sein (Selbstmord als Mord etc.).
Der Mensch koennte erst an einem Herzschlag gestorben, dann danach von jemand bewusst so zugerichtet worden sein, um von einer andern Tat abzulenken.
Es koennte der Besitzer gewesen sein, der dann einen Herzschlag kriegt, dann von einem Hund zerfetzt wurde (Hunde greifen ihre toten Besitzer an, wenn die anfangen anders zu riechen!).
Es gibt tausend und eine Moeglichkeit.
Und dann darf die Kripo entscheidende Details nicht preisgeben, das sog. Taeterwissen, weil nur daran der spaetere Taeter zweifelsfrei zu ueberfuehren ist. Denn die DNA-Spur selbst sagt nur, dass jemand "dort war", ach nein: nicht mal das - er kann ja die DNA drei Tage vorher beim Beischlaf auf dem "Opfer" "abgeladen" haben.
Aber hiesige Hobby-Kriminalisten und Verschwoerungstheoretiker werden kuenftig gerne behilflich sein, an bisher unloesbare Kriminalfaelle mit Gewalt heranzugehen.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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