Nein, es geht genau um diesen Punkt bei Schmidt

pigbonds, Samstag, 21.03.2015, 17:34 (vor 3947 Tagen) @ politicaleconomy2220 Views

Du redest völlig vorbei am Zusammenhang des threads, in dem es um
internationale Politik und Beziehungen zwischen Staaten geht.

Genau darum geht es, die internationale Politik hat realisiert, dass es ein
Problem im Umgang mit dem "Staat Russland" gibt.

Russische Strafverfolgungsbehörden haben schon seit 15-20 Jahren gewarnt,
dass ein riesiges Problem am Entstehen sei, man hat es ignoriert.

Wenn Schweizer Politiker, die anfangs Putin geglaubt haben, nun sagen, Putin
könne man nicht glauben, weil er immer sage, was man hören wolle, dann doch
was anderes mache, ihn als Lügner bezeichnen, dann gibt es ein echtes Problem,
um mit Russland auf Ebene Staat-Staat zu verhandeln.

Es gibt also diejenigen, bei denen immer noch Putin's Rede im Bundestag in
der Endlosschleife läuft und jene, die bemerkt haben, dass der Gratweg ein
ziemlich schmaler geworden ist.

Das werfe ich Schmidt vor, denn Schmidt argumentiert, als gäbe es
dieses Problem im Umgang mit Russland nicht, als wäre Russland ein Staat,
mit dem man normal verhandeln könne.

Rechtssysteme entwickeln sich dort, wo Eigentum entsteht, weil Rechte
garantiert werden müssen.


Eigentum entsteht nicht, es wird geschaffen (z.B. preußische Reformen).
Dabei gab es historisch Profiteure, und Verlierer (Have-Nots).

Eigentum entsteht, wenn es geschaffen wird.

Macht und Gewalt wird dann indirekt
eingesetzt.


Wenn es ein ziviles Rechtssystem gibt, werden Macht und Gewalt in den
Beziehungen zwischen den Eigentümern durch dieses System kanalisiert.

Dieses Rechtssystem fällt wohl vom Himmel? Jedenfalls glauben dies die Anhänger
abrahamitischer Religionen.
Es sind Besitzer, die ihren Besitz legitimieren wollen, z.B. mit Hilfe Gottes auf
dem Berg Sinai.

Gibt
es zusätzlich demokratische Strukturen, wird politische Macht ausgeübt,
indem Interessengruppen von Eigentümern versuchen, die Staatsmacht zu
erobern und in ihrem Interesse zu funktionalisieren.

Ja.

Die zentrale Strategie
von Interessen-Minderheiten ist dabei, über Propaganda der Mehrheit
vorzugaukeln, die Partialinteressen der Minderheit seien im
Allgemeininteresse.

Man glaubt es kaum, Du hast Mancur Olsen gelesen.

Wo dies nicht der Fall ist, wird Macht und Gewalt direkt ausgeübt.


Jedenfalls nimmt Machtausübung andere, offensichtlichere Formen an.

Gut, dass wir dies ähnlich sehen.

Dass Du Debitismus und Eigentumsökonomik laufend verspottest, dafür
dirigistische
Gestaltung bevorzugst, ist hier bekannt.


Du hast keinen Schimmer, mit wem Du redest und plapperst Zaras
Unterstellungen nach. Wenn du mal in die Sammlung schaust:
http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/literatur.htm

Steigers Aufsatz "Eigentum und Recht und Freiheit" steht auf meine
Initiative hin dort.

Und dafür sei Dir gedankt!


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