Es gibt schon Szenarien, wo das , zwar nicht sinnvoll, aber machbar ist,
,wenn man Honig zapfen will.
Man kauft sich so ne Kiste für 500€, dazu ein Wirtschaftsvolk für 150, packt das zusammen und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein.
Man bekommt dafür das Summen im Garten und das Gefühl, naturverbunden zu sein.
Ende Mai; der Raps und die Obstblüte sind vorbei, bekommt man das Schaupiel des Schwärmens und bei warmen Temperaturen kann man auch Honig zapfen, so um die 15 Kilo max. Dann sind sowieso nur noch wenige Bienen im Stock und man zapft noch mal 5 Kilo max an Sommerhonig. Wenn alles gut geht, ist der Stock im August so leer, daß man das Putzen den Wespen und Hornissen überlassen kann. Auf keinen Fall sollte man Ameisen dazu animieren, die bringen mehr Dreck rein als raus. Im Spätsommer bringt man die Kiste zum Imker seines Vertrauens, der säubert die Kiste, bestückt sie neu, pflegt sie und liefert sie im März wieder aus.
Kosten einmalig : die Kiste und pro Jahr 150€.
Natürlich gäbe es auch andere Wege:
1. Man fragt den Imker, ob der nicht ein oder zwei Völker aufstellen könnte und sieht einfach beim Schleudern zu und nimmt seinen Honig mit. Kosten einmalig null +Honigkosten, bei hier angenommenen 20 Kilo:80€.
2. Man kauft einen herkömmlichen Bienenstock für gesamt 80€ plus Volk, lässt den lieben.......(hatten wir schon).. und statt zu zapfen, nimmt man Honigwaben raus, bricht die Waben aus dem Rähmchen, und wirft sie in ein Haushaltssieb. Die Schwerkraft erledigt den Rest. Ist aber nicht so schick, gebe ich ja zu.
Alle anderen Wege bedeuten Arbeit und Verantwortung, deshalb lasse ich sie als irrelevant weg.
Ich habe mir auch überlegt, ob dieses System in wärmeren Gegenden sinnvoll sein könnte: Der Honig da ist meist dünnflüssiger, käme also wirklich immer raus und es gibt mangels Winter kein Problem mit der winterlichen Fütterung, auch die Kontrolle könnte entfallen, da es witterungsbezogen egal sein dürfte, wann das Volk stark sein muss. Da könnte es vielleicht über Jahre funktionieren, ist auf Grund von fehlender Erfahrung meinerseits aber nur eine Vermutung.
mfg
Nachtrag zum Zutrittsrecht der Imker. Ich halte das für überholt:
1. Handelt man bei Abwesenheit der Besitzer das Zutrittrecht eh mit Türschlössern oder Hofhunden aus und man verliert zu 90%.
2.Die meisten Schwärme sterben spätestens im Winter, da es weder hohle Bäume in ausreichendem Maße gibt und Styroporhauswände erst mühsam auf bienenkomfortable Wohngröße ausgehöhlt werden müssen.
Und mir persönlich geht es auch auf den Zeiger, wenn ich jede Woche zweimal alles fallen lassen muss, nur weil so hysterische Mutti ins Telefon greint. Aber was tut man nicht alles für den nachbarschaftlichen Frieden....
Vielleicht für den Interessierten:
Ein Bienenschwarm, der irgendwo im Geäst hängt, ist völlig ungefährlich, selbst wenn man da reingreift (was man nicht tun sollte)
Die Bienen sind bis Oberkante Unterlippe voll mit Honig und deshalb träge. Das ist ihre Wegzehrung, sozusagen das Risikokapital für das Startup.
Sie suchen nur ein dunkles Zuhause, so 30 x 40 x 30cm, wo sie ihren Staat gründen können. Alles andere ist nebensächlich. Aber da Honigbienen ungefaähr so natürlich sind wie 12000l Milchkühe, schaffen es die meisten Schwärme sowieso nicht
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Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.