Roewer
Roewer selber ist nicht unumstritten. Einfach mal googlen, da findet man so einiges. Eine Anklage wegen Untreue wurde nach dauernder Verhandlungsunfähigkeit gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt. Glaubt man Wikipedia hat er genau das, was er linken Journalisten vorwirft auch selber gemacht:
"Der Thüringer Verfassungsschutz gewichtete die Gefährdung durch Linksextremismus unter Roewers Führung sehr viel höher als die Gefahren des Rechtsextremismus. So wurden in dem für den Schulunterricht gedrehten Lehrfilm Jugendlicher Extremismus in der Mitte Deutschlands aus dem Jahr 2000 linke Autonome als gewaltbereit charakterisiert, während Aufmärsche rechter Kameradschaften ohne entsprechende Kommentare im Film gezeigt wurden. Die Aussage des Rechtsextremisten Tino Brandt: „Wir sind […] prinzipiell gegen Gewalt“,[6] blieb ebenfalls unkommentiert. Der Film wurde im Auftrag der von Roewer unter dem Decknamen Stephan Seeberg gegründeten Heron Verlagsgesellschaft vom CDU-Nachwuchspolitiker Reyk Seela produziert.[4][10] Roewer rechtfertigte den Film damit, dass dieser dazu gedient hätte, an die rechtsradikale Szene heranzukommen um Ton- und Bildaufnahmen zu bekommen."
Ich kann mir über Roewer kein abschließendes Urteil erlauben, mir kommt er aber so vor wie viele Beamte der mittleren bis gehobenen Ebene, die in der ehemaligen DDR dann doch noch eine Karriere hingelegt haben, die sie sonst nie gemacht hätten. In seiner Funktion als Verfassungsschutzchef in Thüringen ist er gescheitert. Ferner halte ich es für eine Charakterschwäche nunmehr in der vorliegenden Art und Weise öffentlich aufzutreten. Wenn man einmal ein solches Amt ausgeübt hat, hält man die Klappe, auch wenn's schwer fällt.
Seine Theorien zum NSU sind m.E. nicht widerspruchsfrei, sie sind aber vor allem willkürlich in den raum gestellt. So stellt er die These in den Raum, auch türkische, insbesondere kurdische, Täter könnten die Anschläge verübt haben. Dann schließt er auch nicht aus, dass es sich bei den beiden Uwes um "Auftragskiller" handele und schließlich schließt er auch die "Antifa" als Täter nicht aus, wobei unklar bleibt, wer das denn konkret ist. In diesem Zusammenhang kritisiert er die Ermittlungsbehörden, die zu einseitig ins rechte Milieu ermittelt hätten, lobt aber ausdrücklich, dass Ermittlungsakten (wohl durch Beamte) ind Netz gestellt wurden, um gegen die Ermittlungsansätze zu protestieren. Er kann also zu dem Fall im Grunde genommen nichts beitragen. Dass viele Kleinhändler Steuern hinterziehen, ist nichts Neues.
Im Ergebnis kann Roewer also auch keine schlüssige Erklärung der Taten liefern. Er stochert im Nebel. Seine These von der Antifa halte ich für die am wenigsten Wahrscheinliche.
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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.