Ergänzung zu @nemo

Phoenix5, Montag, 28.11.2016, 20:23 (vor 3390 Tagen) @ helmut-11427 Views

Fest steht aber, ich kann an einem Buch nur dann was verdienen, wenn der
Verlag da erst mal beginnt, einen Haufen Kohle zu machen. Verkauft der
Verlag nichts oder nur 20 Bücher, verdiene ich also auch nichts. Dafür
habe ich aber keine Produktionskosten.

Je nachdem, wie es im Vertrag geregelt ist. Ich würde behaupten, dass man bei den meisten Veträgen schon beim ersten verkauften Buch, lt. vertraglich vereinbarter Marge, mitverdient.
Was nemo noch vergessen hat zu sagen: Ein klassischer Verlag hat Vorfinanzierungskosten, d.h. er druckt eine ganze Auflage von x Stück von deinem Buch, bewirbt es und verteilt es in Buchläden, in der Hoffnung, dass er es losbekommt. Bekommt er es nicht los, bleibt er auf den Kosten sitzen.

Im Unterschied dazu sprießen ja seit einigen Jahren die sogenannten "On-Demand"-Verlage aus dem Boden (zuletzt amazon mit einem Eigenverlag). Die meisten davon veröffentlichen jedes Buch. Der Vertrieb ist aber bei diesen Verlagen nur noch online und "on demand", d.h. auf Nachfrage. Jemand bestellt dein Buch und erst dann wird es gedruckt - es gibt also keine Auflage. Dieser Markt hat noch enormes Potential und gräbt den klassischen Verlagen sukzessive das Wasser ab. Einerseits verschlechtert sich dadurch natürlich im Schnitt die Qualität der Bücher, wenn jeder veröffentlichen kann, was er will, andererseits kommen so aber auch Perlen auf den Markt, die sonst möglicherweise kein Verlag genommen hätte. Wie man auch dazu steht: Diesen Verlagen gehört meiner Meinung nach die Zukunft. Und gerade amazons Verlag (create space) zahlt mittlerweile Margen pro verkauftem Buch, die manchem Autor eines klassischen Verlags den Neid ins Gesicht treibt.

Beste Grüße
Phoenix5


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