Das Evangelium mit griechischer Mythologie verwechselt?
Hallo Hinterbänkler!
Hast Du das Evangelium mit der griechischen Mythologie verwechselt? Auf dem Olymp kommen alle Schweinereien vor, die wir auch aus diesem Leben kennen.
Allerdings läuft es im Evangelium anders. Da fällt kein Gott über jemanden her, sonst fragt höchst wertschätzend und behutsam nach freiwilligem Mittun. Ausdrücklich willigt Maria mit ihren Worten ein. „Mir geschehe“. Diese Formulierung ist selbstständig und aktiv zustimmend.
Mir sind die vielfältigen deutschen, englischen, französischen, italienischen und amerikanischen Übersetzungen bekannt. Alle halten sich an den griechischen Urtext, der seit ca. 2000 Jahren gilt.
Hast Du in der Schweiz eine besondere Ausgabe? Hier der schöne und gültige Text nach der Einheitsübersetzung für Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg, Südtirol und die Schweiz:
Die Verheißung der Geburt Jesu: Lukas 1,26-38
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.
Gruß pastore