Erweitertes Führungszeugnis für Krippenspiel

pastore, Donnerstag, 17.11.2016, 17:15 (vor 3401 Tagen) @ DT2928 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.11.2016, 17:21

Hallo DT!

Natürlich klingt es absolut überzogen, wenn man für das Krippenspiel in Deiner Pfarrei ein erweitertes Führungszeugnis braucht.
Missbrauchstäter suchen sich immer wieder Situationen, wo sie im Vertrauen der anderen sich an ihre Opfer heranmachen können. Daher sollen potentielle Täter und Täterinnen, die schon durch Missbrauch gerichtlich aufgefallen sind, gleich aussortiert werden. Dass Frauen keine Täterinnen sein können, gehört zum Bereich der Märchen.

Vor vielen Jahren war ich zu Besuch in einem Kindergarten einer Psychiatrie. Dort erfuhr ich, dass alle anwesenden Kinder von ihren Eltern missbraucht worden waren. Der Leiter setzte dann nach einer Schock-Pause hinzu: Auch die missbrauchenden Eltern sind als Kinder selbst missbraucht worden.
Vor zwei Monaten unterhielt ich mich mit einer Betreuerin, die in einer solchen ähnlichen Einrichtung tätig ist. Sie vermutet aufgrund ihrer Beobachtungen, dass der familiäre Missbrauch stark zugenommen hat. Mittlerweile fallen auch Cousins über ihre Cousinen her.
Bei missbrauchten Jugendlichen fallen die „toten Augen“ auf, besonders bei den Mädchen.
Es ist für Missbrauchte gerade wichtig, auf Menschen zu stoßen, die den anderen eben nicht nach möglicher Sexualität taxieren. Daher sind zölibatär lebende Menschen für solche Opfer ein Vertrauenspunkt.

Deswegen ist der Missbrauch durch Zölibatäre ein Verbrechen sondergleichen. Jesus selbst spricht über jene ein sehr hartes Urteil: „Ein Mühlstein um den Hals und ab ins Meer!“

Gruß pastore


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