Gleichheit
Hallo Falkenauge,
das empfinde ich alles als richtig was du schreibst. Es gibt jedoch auch
eine Führerschaft, die natürlichen Ursprungs ist. So wie bei den amerikanischen Ureinwohnern und anderen indigenen Gruppen. Auch von den Maya und den alten Ägyptern wird gesagt,
dass
deren Führer und Könige ihre Position aufgrund bestimmter Qualitäten
eingenommen
haben. Und auch im alten China schrieb Lao Tse, dass der weise
Staatsführer,
praktisch hinter allem zurück tritt und kaum einer weiß, dass es ihn
gibt.
Die Idee, dass alle Häuptlinge, Staatsführer und Könige ihre Macht
durch Gewalt
erzwungen haben, erscheint mir nicht plausibel.
Den natürlichen Ursprung der Macht und ihre Berechtigung in der alten Zeit habe ich auch nicht bestritten. Das ist vielleicht in meiner kurz gehaltenen Darstellung nicht ganz deutlich geworden. Das habe ich historisch in seiner Entwicklung näher hier beschrieben: Der Staat als Instrument.
Die Idee, dass alle gleich sind, ist ein intellektuelles Konstrukt.
Mit Gleichheit ist ja auch Gleichwertigkeit gemeint. Sie ist eine innere Erfahrung einer wachsenden Zahl von Menschen. Nicht umsonst ist die Gleichheit in der westlichen Welt zum allgemeinen Menschenrecht erhoben.
Sie stützt sich auf das Selbstbewusstsein, die Wahrheit im eigenen Denken selbst erkennen und danach handeln zu können, ohne auf die Autorität von Herrschern und Priestern angewiesen zu sein. Diese Fähigkeit macht alle Menschen gleich. Die Gleichheit ist die Freiheit aller. Die gesellschaftliche Pyramide ist – der geistigen, wenn auch noch nicht der äußeren Realität nach – auf eine einzige horizontale Ebene einander gleicher Menschen abgesunken. Die Freiheit setzte sozusagen die Gleichheit aus sich heraus. In der Freiheit ist die Gleichheit gegründet. Siehe Wo sind Freiheit, Gleichheit ...
Gruß
Falkenauge