Hoppla, das ist erschöpfend ;)
Hallo BillHicks,
deine zweite Antwort hat mich jetzt ein wenig aus der Bahn geworfen und ich hoffe, Deine einzelnen Stellungnahmen sind für Dich selbst eine Art Bestandsaufnahme, denn beantworten könnte ich Deine Fragen ganz sicher nicht.
Ich bin kein Ökonom, habe nicht mal irgendeine Vorlesung bei den Wirtschaftswissenschaften besucht, als ich noch an der Uni war, sprich: ich bin durch und durch Laie und habe hier und da nur "Bauchgefühle", wenn ich über Dinge stolpere. Dementsprechend fand ich beispielsweise die Idee des steuerlich deutlichen Besserstellens von Eltern sehr spannend und kann jetzt nach Anregung von DT beispielsweise nicht verstehen, wie viel ein Migrationswilliger - gemessen am Kindergeld - dem Steuerzahler kostet.
Natürlich war der erste Part ein Politikerbashing erster Güte. Aber mal ganz vorsichtig formuliert: hatte sie bei irgendeinem der Punkte unrecht? Was qualifiziert unsere Mitglieder des Bundestages, über solche Dinge zu entscheiden? Oder unsere Minister, unsere Kanzlerin, unseren Präsidenten?
Ich bin - wie gesagt - kein Ökonom. Ich kann manches nicht wirklich beurteilen. Aber ich erwarte von Menschen an Positionen, an denen das wichtig ist, eben genau diese Qualifikationen. Ein Professor Schachtschneider gehörte beispielsweise auf den Platz des Justizministers.
Frau von der Laien beispielsweise hat nicht das Zeug zur Verteidigungsministerin. Und damit steht sie in der Tradition einer langen Liste von Verteidigungsministern der Bundesrepublik Deutschland, die eben alle mehr oder weniger nichts anderes waren als Handpuppen in einem Kasperle-Theater. Auf eine solche Position gehört ein altgedienter Staboffizier, der reichlich Erfahrung im Bereich der Versorgung hat und der Europa geographisch und topographisch wie seine Westentasche kennt. Jemand, der am Ende genau weiß, wohin man seine verbliebenen sechs Tornados positioniert oder wo die letzten verbliebenen Panzerdivisionen am besten stehen sollten. Autsch, sorry. ^^
So etwas wie einen echten Verteidigungsminister haben wir aber im Nachkriegsdeutschland gar nicht mehr. Und jetzt, wo sich die vermutlich einmalige Chance ergibt, sich aus alten Schraubstöcken zu lösen und eigenständig etwas aufzubauen, was dem Begriff einer sprichwörtlichen "Bundeswehr" nach Auftrag und Verfassungslage gerecht würde, haben wir weiterhin Personal, das es gewohnt ist, sich fremdbestimmen und fremd"schützen" zu lassen. Das ist alles nicht im Sinne der Themen, die für Deutschland und seine Bürger wichtig wären. Was sind unsere Interessen? Ich weiß nicht, ob und wann unsere MdB`s sich diese Frage das letzte Mal
gestellt haben.
Ich komme vom Thema ab, Entschuldige.
Ich denke, die Steuern sind deutlich zu hoch. Und das killt auch unseren Binnenkonsum. Und das ist ein großes Problem, weil wir ohnehin schon viel zu viel Exportüberschuss haben und damit andere Nationen unter Druck setzen. Das Netto vom Brutto ist einfach zu wenig. Aber auch hier, wie gesagt, sind das Bauchgefühle.
Ich weiß nicht, wie Finanzämter prüfen sollten. Das möchte ich auch gerne bei denen zur Diskussion stellen, die sich mit so etwas besser auskennen.
Bei vielen Dingen entscheidet bei mir einfach der Bauch. Wer für etwas vorsorgt, soll auch Nutznießer sein, falls er in die Verlegenheit kommt. Das Solidarprinzip für alle zu öffnen, selbst für die, die damit nie etwas zu tun hatten, finde ich auch unsozial.
Also, ich habe alles gelesen und hoffe, dass andere Foristen das auch getan haben oder noch tun werden und da vielleicht mehr zu sagen können.
Ich fühle mich ein wenig erschlagen, finde es aber wirklich gut, dass nach dem ersten Abwinken dann noch mal ein Vertiefen in das Thema kam. Frau Weidel kann auch nicht gleich alle Antworten haben, finde ich, aber ich finde es gut, wenn Menschen darüber nachdenken und darüber diskutieren.
Unsere Politiker, denke ich, lassen sich lediglich alles von gewissen Lobbys ausarbeiten und formulieren, was in erster Linie eben genau diesen Lobbys dient, und lesen den Klumpatsch dann vor, sofern sie es überhaupt öffentlich machen. Also sind sie am Ende lediglich schlechte Öffentlichkeitsarbeiter für jemand ganz anderen und vertreten uns und unsere Interessen überhaupt nicht.
danke
stocksorcerer