Mehrere Ursachen
Es ist die Regierung, die hier wahrscheinlich in die eigene Tasche arbeitet
und nicht die Erlöse des Erdöls verteilt.
Es sind beide. Natürlich auch die Konzerne, denen, wie geschildert, doch die Zerstörung der Landwirtschaft letztlich egal ist.
Die Probleme dieses Kontinents sind nicht so einfach zu erklären. Die
Armut die man dort sieht resultiert in allererster Linie einfach aus einer
absolut unterschiedlichen Lebensweise, Denkweise und Gesellschaftlichen
Strukturen, die einer technisch/ökonomischen Entwicklung entgegenstehen.
Natürlich. Deshalb muss die Armut dort auch relativ gesehen werden. Problematisch wird es, wenn die Menschen in Hunger und Mangelerkrankungen getrieben werden und, bezogen auf ihre Lebensweise, Perspektivlosigkeit herrscht. Soweit ist es im Tschad wohl erst anfänglich.
Ich gehe sogar so weit zu behaupten:
Wenn Afrika in Sachen Wohlstand, Infrastruktur und Ordnung an europäische
oder asiatische Verhältnisse anschließen will, dann braucht es eine
Neukolonialisierung mit Fremdverwaltung. Die Chinesen sind gerade dabei und
werden aller Vorraussicht nach genauso scheitern wie die Europäer. Sie
machen sehr ähnliche Fehler. Man könnte es aber auch richtig machen...
Also "Neukolonialisierung mit Fremdverwaltung" darf es heute nicht mehr geben, denn sie bedeutet immer Unterdrückung und Ausbeutung. Sie ist nie uneigenützig. Es müsste eine wirklich uneigennützige, an die Lebensverhältnisse und die Mentalität der Menschen anschließende echte Entwicklungshilfe geben.