Es war ja im Gelben Forum gleich zu Anfang vermutet worden, daß es sich um eine artifizielle Übertragung von Spuren handeln dürfte.

Literaturhinweis, Donnerstag, 27.10.2016, 19:22 (vor 3468 Tagen) @ Reffke4037 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 27.10.2016, 19:54

Nur war der genaue Hergang spekulativ und orientierte sich an den Hergängen rund um das "Heilbronner Phantom"; dieser Hergang wurde von den beteiligten rechtsmedizinischen Instituten mittlerweile dementiert, da an den verschiedenen Spuren unterschiedliche Institute beteiligt waren.

Die derzeit wahrscheinlichste Ursache ist der Meterstab, der bei den Ermittlungen sowohl im Wohnmobil der Uwes, wie am Fundort von Peggys Leiche bei der maßstäblichen Fotodokumentation verwendet wurde.

Das könnte hinkommen.

Unglücklich ist der (verfrühte) Zeitpunkt der Aufklärung.

Denn Beate Zschäpe ließ über ihren Strafverteidiger Borchert eine schriftliche Erklärung zu der Uwes möglicher Affinität zu pädophilen Neigungen ankündigen.

Diese wäre u.U. als eine Art weiteren Schuldanerkentnisses ausgefallen.

Die (insofern verfrühte) Erkenntnis, es könnte sich um ein Artefakt handeln, hat dieses "Geständnis" nun vermutlich verhindert. Denn wäre ein weiteres Geständnis auf dem Fuße gefolgt, so wäre den kritischeren Zeitgenossen die Vermutung gekommen, auch das erste Geständnis könnte unter einem gewissen Druck oder durch Inaussichtstellen von Vergünstigungen entstanden sein.

Es wäre in der Geschichte kriminalistischer Ermittlungen nicht das erste Mal, daß falsche Selbstbelastungen oder Belastung von nicht mehr befragbaren Toten dazu dienen, Puzzleteile zu ergänzen, die an dieser Stelle sonst fehlen und die Anklage gefährden würden.

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