Wärme & Heizen
Hallo ebbes,
ein kleines Zimmer kann man durchaus mit Kerzen oder Teelichtern heizen, nur hat die Qualität dieser Energieträger nachgelassen.
Als meine Freundin noch Studentin und etwas weniger gut betucht war, hat sie damit ebenfalls ein Zimmer ihrer Dachwohnung beheizt, was erstaunlich gut funktioniert hat - leider mit dem Nebeneffekt, dass bei manchen günstigen Kerzen und Teelichtern irgendwann ein öliger Nebel in der Luft lag, was recht unangenehm war. Die Ursache kann ich nicht herleiten, aber ich denke es lag gewiss an der Zusammensetzung dieser Kerzen oder Teelichter. Sie waren übrigens nicht mit Duftstoffen versetzt; das mag weder sie noch ich.
Spontan sind mir noch ein paar andere Heizmethoden in den Sinn gekommen; man sollte eben immer durchrechnen welchen Einstandspreis und welche Betriebskosten sich hierbei ergeben.
Um meine Heizkosten zu drücken, verwendete ich zwei Jahre lang in meinem 30 qm Wohnzimmer der Dachwohnung einen 2 kW Petroleumofen von Zibro; geheizt hatte ich immer nur in den Abendstunden und kam mit 20 Liter Petroleum zu rund 70 EUR über einen Monat. Der Verbrauch liegt bei 250 ml pro Stunde. Anschaffungskosten für den Ofen 200 bis 230 EUR.
Natürlich kannst Du auch eine kleinere und interessantere Variante mit einem Schiffsofen wählen, meist sind diese unter der Bezeichnung "Tonysun" für 35 EUR zu haben und sind in der technischen Ausführung primitiver, aber auch robuster. Etwas Übung braucht man und sollte das regelmäßige Lüften nicht vergessen, aber das geht schon.
Wer lieber mit Gas heizt kann Stechkartuschen nutzen und sich von Coleman eine Black-Cat holen.
Ebenso kannst Du mit einer Benzinlaterne von Coleman oder einer Petromax gut 1 kW Heizleistung erzielen und zudem noch die Stromkosten für die Beleuchtung einsparen.
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Die beste Lösung, meine Heizkosten zu drücken, war der Kauf eines 8 kW Kaminofens, welcher auch Kohle verbrennen kann; wir heizen, wann es nötig ist und über die ganze kalte Jahreszeit ausschließlich mit Holz und Kohle. Über jeden Winter sind wir bisher mit 1 t Kohle und 6 Kubikmeter Holz gekommen, was um die 750 EUR pro Jahr verursacht.
Ich kann nur ganz salopp sagen: Es ist ein geiles Gefühl, keine 2.500 EUR für die Nachtspeicherheizung zahlen zu müssen und ebenso nicht die Kosten für eine Umrüstung des ganzen Hauses auf Ölheizung oder sonstige Scherze berappen zu müssen. Nebenbei ist man somit verdammt krisenfest.
Gruß, Fairlane