So nicht ganz richtig
Wir haben viele Jahre (als es das Thema eigentlich noch gar nicht
gab) eine Zeitschrift für Umweltmedizin verlegt, u.a. auch mit Daunderer
und Wassermann gearbeitet.
Grüß dich Gaby,
wie du sicher weißt, ist Max Daundeder sehr umstritten und wissenschaftlich z.T. nicht anerkannt, siehe Wikipedia. Zudem war er ein Eiferer.
Grund war häufig das unter Zahnärzten damals so genannte "Blümsche
Spargold" - bedeutet: Das Gold war mit anderen, unendlen Metallen deutlich
"gestreckt", die Ionen lösten sich und verursachten ihrerseits wieder
Probleme.
Was du meinst, sind die von Blüm verordneten Palladium-Basislegierungen. Diese wurden aber in der Regel nur für Kronen und Brücken verwendet, aber nicht für, wie du schon schreibst, Goldinlays. Palladiumunverträglichkeiten sind vielfach nachgewiesen, nachgewiesene Amalgamunverträglichkeiten sind allerdings recht selten.
Aus dieser Zeit weiß ich noch, dass es Patienten gab, die sich für viel
Geld ihre Zähne amalgamsanieren ließen, Goldinlays haben machen lassen -
und denen es hinterher immer noch nicht besser ging.
Das heißt ja letztendlich nur, daß es nicht am Amalgam gelegen hat. Ich bin keineswegs ein Amalgambefürworter, aber die Amalgamdebatte ist, leider auch wesentlich durch Daunderer, selten sachlich geführt worden. Bei der Debatte wird immer vergessen, CM hat es ja auch angerissen, daß die Zahnärzte und deren Personal ja die eigentliche Hochrisikogruppe darstellen. Früher mischten die Zahnärzte das Amalgam mit den Fingern an. Jedenfalls sind für diese Berufsgruppe keine abnormen Sterblichkeitsraten bekannt. Ob das stark erhöhte Suizidaufkommen bei Zahnärzten dafür verantwortlich ist, wage ich auch zu bezweifeln.
Gruß
Jn
edit: Links eingefügt
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Knowledge is a deadly friend
If no one sets the rules
The fate of all mankind I see
Is in the hands of fools
King Crimson; 1969