@Sylvia wegen Steuer.
Hallo Sylvia,
Depot bei Lynxbroker habe (Interactive Brokers).
Ich hatte noch nie ein Depot bei einem ausländischen Broker. Wie
funktioniert das da mit der Besteuerung?
die vielen Vorteile werden durch diesen Umstand getrübt, dass man es selbst nachversteuern muss.
Die normale ausländische Quellensteuer werden ganz normal einbehalten, wie bei einem deutschen Broker auch. Nur die restliche deutsche Kapitalertragssteuer, die der deutsche Broker zusätzlich für den Fiskus einbehält, also 10% plus Soli bei 15% ausländischer Quellensteuer, die zahlt man nicht.
Diese muss dann in der Steuerklärung nachgezahlt werden.
Man bekommt einen kompletten Jahresbericht von Lynx, bzw. muss man sich selbst ausdrucken.
Ich drucke immer die entsprechenden Seiten aus, wo die Summe von "realized Profits" aus Aktienverkäufen zusammengefasst sind. Hier wurde gar nichts versteuert. Darauf fallen dann die kompletten 25,xx% an. Ich habe trotzdem noch mein Flatex-Depot, um dort die 801 € Freibetrag auszunutzen.
Auch einen weiteren Bericht über die Zusammenfassung aller Dividendenzahlungen und der einbehaltenen Steuer (die dann anzurechnen ist), drucke ich aus. Ich markiere die wichtigen Summen dann deutlich mit Edding, um es den Leuten leicht zu machen.
Dafür gibt es in der Steuererklärung in der Anlage KAP die entsprechenden Felder zum Ausfüllen. Dort trage ich das ein und schicke die Ausdrucke mit.
Im Prinzip kein großes Ding. Blöd ist nur, dass es durch die Nachzahlung wahrscheinlich (wie bei mir) zu einer zukünftig geforderten Vorauszahlung des Finanzamtes kommt. Die muss man dann per formloser Bitte wieder auf Null setzen lassen. Das hat bei mir mit einem Anruf problemlos geklappt. Mal sehen, ob das in deren Computer permanent gesetzt ist, oder jedes Jahr von neuem gemacht werden muss. Hatte es dieses Jahr erstmals.
Grüße
MS