Ärzte werden in D genauso verheizt, wie Polizisten, Lehrer ....
Moin,
auch wenn der Reflex "Millionenscheffler in Weiß" bei vielen noch immer sitzt. So ist dies kein Beweis für die Richtigkeit der Aussage, sondern mehr Beleg dafür, dass die Strategie "Ausbeuten und Diskreditieren" noch immer zumindest teilweise gut funktioniert. Eigentlich zieht sich das quer durch. Ärzte, egal ob niedergelassen oder in der Klinik, Krankenschwestern, Polizisten, Lehrer. Für fast jeden fällt einem doch gleich ein despektierliches Klischee ein.
Dass dies alles Menschen sind, die sich auf gut Deutsch noch den ArXXh dafür aufreißen, dass es anderen besser geht - und das für einen absolut nicht adäquaten Lohn - unter kompletter Selbstausbeutung, das darf nicht auffallen.
Wenn dann immer mehr aus dem Beruf ausscheiden oder - wie bei Ärzten - ins Ausland gehen, dann sind ist die "bequeme Generation Y" daran Schuld, die nur an einer optimierten "Work-Life-Balance" interessiert ist. Dass ein Polizistengehalt oder ein Ärzteeinkommen heute meist nicht mal mehr reicht, um eine Familie zu ernähren - wo liest man das schon.
Noch gibt es einige (aber immer weniger), die meinen, das System von innen verändern zu können, hoffen auf Verständnis bei der Politik. Auch sie werden irgendwann begreifen. Und in die innere oder äußere Emigration gehen.
Nur, wenn das Teile und Herrsche, dieses gegeneinander Aufhetzen, keinen Erfolg mehr hat, dann könnte das aufhören.
Viele Grüße
Gaby
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"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci