Strafe bringt gar nichts, die finden immer neue "Täter"

Morpheus ⌂, Samstag, 01.10.2016, 17:09 (vor 3442 Tagen) @ DT4517 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.10.2016, 18:14

Hallo DT,

deine Analyse ist richtig. Die daraus abgeleitete Forderung nach Bestrafung verständlich. Nur um was geht es dir/uns wirklich?

Bringt uns die Bestrafung irgendwie weiter? Ich denke nicht. Das Geld ist weg, die Strukturen sind zerschlagen. Mit einem Verfahren zur Bestrafung binden wir nur Resourcen, die wir anderweitig viel besser einsetzen könnten.

Es sollte uns doch um Verbesserungen für die Zukunft gehen. Dass so etwas nicht wieder und wieder passiert. Da hilft der Blick in den Rückspiegel bei der Analyse. Aber die darauf folgenden Handlungen müssen doch primär zukünftige Schäden vermeiden.

Dazu müssen wir meiner Meinung nach aber erst einmal die Analyse etwas tiefgründiger angehen.

Die geschilderten Probleme waren ja keinesfalls auf Deutschland beschränkt. Der Besatzungsstatus macht es dem Imperium etwas leichter. Aber es kommt auch in anderen Ländern zum Ziel.

Wir müssen als aller erstes erkennen und anerkennen, dass das Imperium in einer völlig anderen Liga spielt als wir.
Neben den offensichtlichen Kriegen, die das Imperium führt (und überwiegend nicht gewinnt), führen sie seit vielen Jahrzehnten Wirtschaftskriege, die sie bisher fast alle gewonnen haben. Sie gewinnen, weil der Rest der Welt noch nicht einmal bemerkt, dass er sich im Krieg befindet.

Die machen das seit ewigen Zeiten und haben inzwischen gemerkt, dass in Süd- und Mittelamerika einfach zu wenig zu holen ist.

Spätestens nach VW und vorher Tojota sollte es doch wohl dem letzten Analytiker klar geworden sein, dass hier ein Wirtschaftskrieg läuft. Aktuell soll gerade Bayer geplündert werden, indem man den Monsanto-Aktionären ein Cashout zu Höchstkursen bietet. Den Bayervorstand kannst du also in deiner Liste schon mal vormerken.

Wenn wir das erst einmal als Krieg verstanden haben, ist der erste Schritt getan. Aber der ist winzig und nutzlos! Jetzt geht es erst richtig los und da fangen die Schwierigkeiten an. Am besten sagen wir niemand von unserer Erkenntnis, denn wollen wir das Imperium warnen? Nein, wenn wir irgend etwas gewinnen wollen, müssten wir verdeckt mit unserer Arbeit beginnen. Wir kämpfen gegen Vollprofis. Unser Vorteil wäre, sie sind durch die vielen Siege satt, überheblich und dadurch unaufmerksam. Außerdem ist deren heimische Wirtschaft inzwischen kaum noch vorhanden. Darauf könnte man aufbauen.

Putin ist einer der Wenigen, der das verstanden hat und die Russen haben es in der Folge geschafft, ihre Stellung wesentlich zu verbessern. Deshalb hasst das Imperium Putin auch ganz persönlich so.

Wir sollten es den Russen nachmachen. Natürlich auf die deutsche Art mit unseren Stärken und Schwächen.

Das wäre meiner Meinung nach ein Ziel, für das sich ein Engagement lohnt. Asmussen und Konsorten zu bestrafen, kann irgendwann kommen, wenn wir dem Imperium zumindest wieder auf Augenhöhe gegenüberstehen. Heute betrachten wir nur den Schmutz unter deren Fußnägeln. Zu mehr reicht es leider nicht.

Als allererstes müssten wir aus der Opferrolle raus und aktiv die Verantwortung übernehmen. Das wird aber alles nicht passieren. Wer sollte das machen? Das kostet und bringt ganz lange gar nichts. Es ist sogar lebensgefährlich, wenn das Imperium dahinter kommt.

Aber sich mit dem Besatzerhass selbst zu beruhigen ist auch nur Energieverschwendung. Da könntest du deine Zeit auch sinnvoller einsetzen. Also entweder konstruktiv nach vorne - oder besser wegschauen.

Grüße
Morpheus

--
-------------------------------------------
Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.