Ja, ich .. und zwar gestern auf Youtube

nereus, Mittwoch, 28.09.2016, 08:08 (vor 3444 Tagen) @ Sylvia2246 Views

Hallo Silvia!

Nein, mein Englisch ist viel zu grottig, um einer laufenden Debatte von Amerikanern zu folgen, aber der ORF hatte die Debatte live und mit Simultan-Übersetzung angeboten und die kann man sich jetzt auf Youtube anschauen.
Eigentlich wollte ich mir das nicht antun, aber ich wollte wissen, ob das KdU (Kartell der Unwahrheit) schon wieder aktiv gewesen war, wie SPIEGEL-Beiträge vermuten ließen.

Grundsätzliches Fazit: Die Lügenpresse hat ihrem Namen einmal mehr wieder alle Ehre gemacht.
Clinton hat keineswegs gewonnen – ganz im Gegenteil, sie sah streckenweise ziemlich alt aus, vor allem zu Beginn.

Hillary Clinton wurde in der selben Retorte geklont, wie Katja Kipping, Ursula von der Leyen und Angela Merkel.
Sie spricht halt nur eine andere Sprache, aber der Geist, der in ihr drin steckt ist primitiv und verlogen zugleich, also genau der Typ Marionette der heute bei den Mächtigen so gefragt ist.

Donald Trump ist authentisch. Man muß seine mitunter großkotzige Art nicht (immer) mögen, aber er ist natürlich und verstellt sich nicht.

Die Unterschiede zwischen beiden wurden in der Diskussion bei den vielen Themen ziemlich klar.
Trump brachte beständig Beispiele vom Abstieg der USA, weil er offenbar als Geschäftsmann viel herum kommt und daher weiß wovon er spricht.
Clinton laberte nur Dünnschiss aus einer Wahrnehmungsblase, die typisch für westliche Politiker ist.
Trump fragte nicht umsonst, warum es ihr jetzt im Wahlkampf einfiele dieses oder jenes durchzusetzen, wo sie doch seit 30 Jahren in der Politik aktiv sei.
Trump sprach klar die Schwächen der USA an, das Auslagern von Arbeitsplätzen, die Handelsabkommen, die Energiepolitik, die absurden Blasen der Wallstreet usw..
Clinton verfiel zumeist in Allgemeinplätze, weil sie offenbar nicht tief in dieser Materie steckt, was man von Trump eigentlich nicht sagen kann.

Die Kiste der Boshaftigkeiten eröffnete Hillary, in dem sie Tatsächliches und Lüge geschickt vermischte, wie z.B. warum Trump seine Steuererklärung noch nicht veröffentlicht habe und spekulierte darüber, was es da wohl alles zu verbergen gäbe.
Trump konterte, daß er das auf Rat seiner Anwälte vorerst nicht tun wird, er aber sich anders entschied, wenn Clinton ihre gelöschten E-Mails publik machen würde.
Clinton kam auf Begebenheiten von Trumps Firmen aus dem Jahr 1973 zu sprechen – das war also vor 43 Jahren! Da ging es dann um unbezahlte Rechnungen und das Nichvermieten an Schwarze.
Sie intrigierte fortwährend und lächelte dabei – was Trump mitunter sauer aufstieß.

Aus hiesiger Perspektive war es äußerst sehenswert, wie beide Kandidaten sich zum Rassen-Problem äußerten, welches offenbar existiert.
Gilt in Deutschland nicht die Order, daß es überhaupt keine Menschen-Rassen gäbe?
Die zwei hatten jedenfalls kein Problem damit diesen Begriff x-fach zu benutzen. [[freude]]

Beim Thema IS punktete Trump durch erheblich mehr Wahrhaftigkeit als Clinton.
Auch hier verlor sie sich wieder in Bla bla, weil sie ja an diesem ganzen Desaster maßgeblich mitwirkte.
Hier hätte Trump noch viel besser nachfassen können, was er jedoch auch unbekannten Gründen nicht tat.
Beim Thema NATO sprach Trump die fehlende finanzielle Unterstützung der Mitglieder an, deren Wahrheitsgehalt ich nicht kenne, Clinton gab sich dagegen als große Staatsfrau und das man sich auch in Zukunft auf die USA verlassen könne.
Es fragt sich allerdings wobei genau. Etwa bei neuen Kriegen?

Wirklich geschwächelt hat Trump beim Thema Iran, aber das sehe ich eben aus meiner Perspektive so.
Hier bevorzugt er die harte Gangart und geißelte das Abkommen, welches Hillary verteidigte.
Dass es jedoch die Russen waren, die den Iran vor einem neuen US-Überfall bewahrten, kam dabei keinem von beiden über die Lippen.
Hier schmückte sich Hillary mit fremden Federn.

Auch bei den Hacker-Angriffen spürte man den Unterschied der zwei Charaktere.
Clinton wußte sicher, daß es die Russen oder die Chinesen wären, Trump sagte klar, man wisse es eben nicht, man könne es nur vermuten.

Der anfangs starke Trump verlor ein wenig an Boden als es um internationale Politik ging, brachte aber dennoch immer wieder interessante Beispiele für das Versagen der Weltpolizei. Er verlor also ein wenig auf der Zielgeraden, aber die Gegnerin zog nie wirklich gleich.
Clinton palaverte zumeist und wurde nur dann konkret, wenn sie tatsächlich selbst involviert war.

Die Ansicht, daß Clinton intellektuell überzeugt hätte, kann nur jemand äußern, der entweder die Debatte nicht gesehen hat, ein System-Agent ist oder sich geistig nicht ganz auf der Höhe befindet.

Fazit: Das Duell ist noch lange nicht entschieden, ich sehe eher Vorteile für Trump, weil er die Probleme anspricht und nicht versucht diese unter den Tisch zu kehren.
Insgesamt wirkt Trump einfach glaubwürdiger als die „hinterf.. „ Killary.

In diesem Aspekt kann ich die Amis gut verstehen.
Sie haben offenbar von diesem verlogenen "Gesindel“ genauso die Nase voll, wie wir hier in Europa.

Ach so, und hier noch der Link zu einer Quelle: http://tvthek.orf.at/program/US-Wahl-16-Clinton-gegen-Trump/13776483/US-Wahl-16-Clinton...

Allerdings sind das nur 25 Minuten und was ich gestern sah, dauerte eine Stunde und 48 Minuten, inklusive An- und Abmoderation.

mfG
nereus


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