Mikroben, extraterrestrische Zivilisationen, Besucher
Haha, die Kinderwelt. Die Kinderlein glauben wirklich noch das Märchen
von Signalen,
die man in das Weltall hinaus schickt und erwarten auch noch eine Antwort
von netten
Außerirdischen. Wie naiv muss man sein, um diesen Unsinn zu glauben?
Die Wahrscheinlichkeit für Kontakt ist extrem unwahrscheinlich, aber weshalb soll sie Unsinn sein? Neugier und das Bedürfnis nach Kommunikation wird wohl weit verbreitet sein.
Eine andere Lesart: Vor einigen Jahren war der unumstößliche Konsens
der
Wissenschaft unter den Erdlingen, dass es kein außerirdisches Leben
geben
kann. Jede Spekulation darüber – wie die von Erich von Däniken –
wurden
belächelt. Inzwischen fand man Wasser und Eis auf dem Mond, auf dem Mars
und auf Jupiter-Monden. Das bedeutet, dass es dort Leben gibt. Man
braucht
also nicht 95 000 Lichtjahre in ferne Galaxien zu schweifen, sondern
findet
das Leben ganz in unserer Nähe. Die folgenden Dokus können dazu einige
Denkanstöße geben.
Es ist schon eine Kunst, drei völlig verschiedene Dinge (Einzeller, intelligentes Leben, Ancient Aliens) derart zu vermischen, offensichtlich um das Unwahrscheinlichste wahrscheinlicher erscheinen zu lassen (NLP-Trick). Dass es Einzeller auf anderen Planeten gibt, war spätestens seit dem Siegeszug der Evolutionstheorie eine wahrscheinliche Spekulation in der Wissenschaftsgeschichte, aber bereits davor wurde unter Gelehrten sogar die Wahrscheinlichkeit für intelligentes außerirdisches Leben diskutiert (gegen den Widerstand der Kirche). Der Unterschied zu damals ist bloß, dass man heute immer mehr dahinterkommt, dass Leben, wie Hoimar von Ditfurth es bereits in den 80ern formulierte, eine "universale Potenz" hat "sich zu verwirklichen", sodass man von den engen Grenzen, die man dem Leben zur Entwicklung setzte, nach und nach abrückt. Neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Mars und zwei Jupitermonden tun ihr Übriges.
Dass es da draußen außerirdische Zivilisationen gibt, ist ebenso wahrscheinlich, wie es im höchsten Grade unwahrscheinlich ist, mit solchen innerhalb der nächsten Jahrhunderte Kontakt aufzunehmen (worauf ich gesondert mal eingehen kann). Der dritte Punkt sind die "Ancient Aliens", die sich Däniken und Co aus den Fingern saugen. Däniken ist ein Scharlatan, weil er selbst ganz genau weiß, dass er unwissenschaftlich arbeitet und oft auch ganz bewusst manipuliert, wenn es ihm ins Konzept passt, weshalb er auch immer wieder betont, dass er sich in erster Linie als "Entertainer" sieht, der die Phantasie der Leute anregen will. Hierzu empfehle ich jeden den Film "Ancient Aliens Debunked". Der dauert zwar über 3 Stunden, aber danach ist man von diesem Hirngespinst für immer geheilt:
www.youtube.com/watch?v=j9w-i5oZqaQ
Gruß
Phoenix5