Thema: Unfähigkeit der Opposition: - Offener Brief an die Linken

helmut-1, Siebenbürgen, Mittwoch, 24.08.2016, 08:20 (vor 3473 Tagen)4962 Views

Anlaß waren die TV-Meldungen in den Frühnachrichten sowie auch die Zeitungen:

http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/opposition-zu-hamsterkaeufen-100.html

Hat mich doch veranlaßt, an den Chef der Linken etwas zu schreiben:

Jüngste Kritik an den Regierungsparteien wg. Vorratslager

Sehr geehrter Herr Dr. Bartsch,

mit ziemlichem Kopfschütteln habe ich die Reaktion der Oppositionsparteien, vor allem Ihrer Partei, auf den Vorschlag von de Maizière hinsichtlich des Anlegens von Vorräten für den Notfall vernommen.

Meine Bewertung dazu:

Die Oppositionsparteien sind nicht einmal in der Lage, vorhandene nachvollziehbare Substanz für die Kritik an der Regierung zu verwenden, sondern kritisieren einfach nur mehr um zu kritisieren, - ungeachtet dessen, ob ein sinnvoller Inhalt verwendet wird oder nicht.

Der Vorschlag von de Maizière ist einer der vernünftigsten, die ich seit längerem gehört habe. Angesichts der aktuellen politischen Lage in Europa und der Nachbarländer können sich diese Vorratsmaßnahmen als vorteilhaft für die einfache Bevölkerung herausstellen, - denn in Krisenzeiten wird für die Politiker im Bundestag ohnehin vorgesorgt, - von "höherer Ebene" aus.

Wir erleben aktuell dreierlei:

- die verfehlte Ausländerpolitik und das Einfiltrieren von potenziellen Terroristen
- die Verhärtung der Fronten in der Ukraine
- die Aufwertung Erdogans durch den Flüchtlingspakt, was ihm gegenüber der EU ein probates Druckmittel in die Hand gegeben hat, um es bezüglich der Visafreiheit auszuspielen. Auch das hat zur Stärkung seiner Position in der Türkei beigetragen, die ihm nun sein autoritäres Tun und Lassen ermöglicht

An allen drei genannten Themen ist die Bundesregierung zu einem gewissen Teil beteiligt. Aber anstatt der Bundesregierung als Oppositionspartei vorzuhalten, dass gerade durch die verfehlte Politik der genannten drei Punkte eine Situation entstanden ist, die ein Anlegen eines Vorrats für Krisenzeiten als empfehlenswert erscheinen läßt, kritisieren Sie diese sinnvolle Sekundärkonsequenz, anstelle sich mit der eigentlichen Ursache, nämlich der seit längerem verfehlten Merkel/Gabriel- Politik auseinanderzusetzen.

Das Thema "Vorräte anlegen" ist meiner Meinung nach berechtigt, weil wir nicht nur mit Naturkatastrophen rechnen müssen, - was ja auch die Jahre davor der Fall war - , sondern vor allem mit militärischen Einsätzen, nicht nur außerhalb Deutschlands, sondern auch innerhalb:

https://www.berlinjournal.biz/einsatz-der-bundeswehr-im-inneren/

Ich habe die 60er und 70er Jahre erlebt, - aber die Schweinebucht lag 8.000 km weit weg, genauso wie Vietnam. Trotz des Falls des Eisernen Vorhangs sind wir heute einer Kriegssituation näher denn je; - nicht nur von der Wahrscheinlichkeit, sondern auch von der geographischen Nähe her. Das aber kritisieren Sie nicht, - sie kritisieren, dass dem einfachen Mann auf der Straße empfohlen wird, sich darauf einzustellen.

Das ist mit Sicherheit nicht das, was ich unter konstruktiver und vor allem effizienter Oppositionspolitik verstehe.

Mit freundlichen Grüßen

PS: Ich erlaube mir, diese Zeilen als Offenen Brief in einigen Foren zu verwenden, in denen ich regelmäßig kommentiere.


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