Wie kommt ein kleines Land auf die Telefon-Vorwahl-Liste eines Luxus-Hotels?

nereus, Donnerstag, 11.08.2016, 15:44 (vor 3485 Tagen)4455 Views

Es inszeniert über einen Getreuen einen Skandal.

Ein jüdischer Filmemacher wirft einem Berliner Nobelhotel vor, Israels Vorwahl in einer Länderliste gelöscht zu haben - auf Betreiben arabischer Gäste.
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Es ist ein schwerwiegender Vorwurf, den der französisch-jüdische Dokumentarfilmer Claude Lanzmann, 90, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erhebt: Lanzmann berichtet von seinem jüngsten Aufenthalt im Berliner Kempinski-Hotel am Kurfürstendamm - und wie er dabei feststellte, dass Israels Vorwahl nicht in der Telefonliste in seinem Zimmer enthalten war. Auf Nachfrage habe ihm ein Mitarbeiter gesagt, so beschreibt es Lanzmann in seinem Beitrag im FAZ-Feuilleton, Israels Vorwahl sei auf Betreiben arabischer Gäste entfernt worden.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-kempinski-hotel-will-israel-vorwahl-nu...

Da hätten wir doch gerne man den Namen des Mitarbeiters erfahren. [[freude]]

"Monsieur, es macht mich glücklich, dass Sie diese Frage aufwerfen", so zitiert ihn Lanzmann, der den berühmten Dokumentarfilm "Shoah" gedreht hat und als französischer Partisane gegen die Nazi-Besatzer kämpfte. "Ich bin selbst Jude, es handelt sich bei der Maßnahme um eine bewusste Entscheidung der Direktion des Kempinski-Hotels, gegen die wir leider machtlos sind."

Ja ja, so wird das wohl gewesen sein.
Die Nobelhotel-Kette begibt sich freiwillig auf dieses glatte Parkett und streicht Israel aus der Liste. Vor allem weil geschäftstüchtige Araber auch so gar keine Geschäfte mit Israel abschließen, wie z.B. die Saudis und die anderen Wüsten-Scheichs.
Oder steigen inzwischen vertriebene Palästinenser im Kempinski ab?

Lanzmann war jedenfalls geschockt. "Es war grauenhaft", so beschreibt er sein Gefühl in dem Nobelhotel - weil er sich plötzlich daran erinnerte, wie ihm im Gazastreifen Landkarten gezeigt wurden, auf denen Israel nicht verzeichnet war.

Im Gazastreifen gibt es Landkarten ohne Israel und in der Wirklichkeit gibt es kaum noch Palästina.
Doch da gruselt sich der Herr Lanzmann möglicherweise nicht so sehr.

So, aber nun kommt’s!

Aber stimmt die Darstellung auch?
Das Kempinski-Hotel bestreitet sie jedenfalls.
"Die Aussagen des Mitarbeiters können wir nicht bestätigen", sagte eine Sprecherin SPIEGEL ONLINE. "Es gab niemals eine entsprechende Anweisung des Hotels."
Sie spricht von einem "Versehen" und einer "Unachtsamkeit".

Demnach habe Israels Vorwahl in der Liste bisher schlicht gefehlt - nun sei diese ergänzt worden, sagt die Sprecherin. Als Nummer 35.

Sauber habt ihr das wieder hingekriegt.
Der "Goy" fällt auf die Knie, bettelt um Gnade und gelobt Besserung, aber die Gefahr ist noch nicht ganz vorüber.

Die Frage ist, ob Lanzmann diese Entschuldigung akzeptiert - und ob er der Darstellung des Nobelhotels Glauben schenkt.

Nein, niiiieeemaaals!
Hier sollte wenigstens ein Anwalt mehrere Millionen Schadenersatz einklagen.
Der Herr Lanzmann leidet heute ganz sicher noch unter schrecklichen Träumen in einem antisemitischen Hotel im Land der Täter.

Haben sich eigentlich schon Herr Gauck oder der UNO-Sicherheitsrat in diesen Mega-Skandal eingeschaltet? [[sauer]]

mfG
nereus


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