Utilitarismus? so, so ...
Zur Sache: Asiaten bekommen schon früh eine andere Philosophe vorgelebt
und deren innere Logik in der Schule vermittelt. Es ist der Utilitarismus
und lässt sich in folgendem Satz zusammenfassen: Wohl der Vielen wiegt
mehr als das Wohl der Wenigen; oder des Einzelnen.Diese Logik beißt sich übrigens nicht zwingend mit dem Prinzip der
Marktwirtschaft und muss nicht in kollektivistische Muster wie dem
Kommunismus enden.Wenn beispielsweise die soziale Marktwirtschaft den Vielen mehr Wohl
bringt, hat sie das utilitaristische TÜV-Siegel schon erhalten. Alles eine
Frage der Logik.
Wenn ich jetzt ein bisserl bös' wäre, tät' ich darauf hinweisen, daß es in Deutschland schon einmal so eine Bewegung gab, die Sätze à la "Gemeinwohl geht vor Eigennutz" oder "Du bist nichts, dein Volk ist alles!" propagierte.
Aber mit der Nazi-Keule zu fuchteln ist eher nicht meine Art ...
Das, was Sie als "Utilitarismus" bezeichnen, ist in Wahrheit jedoch ... Kollektivismus. Den kann man mögen oder nicht (ich eindeutig nicht!), aber man sollte ihn nicht als Utilitarismus verkaufen wollen, denn das ist, mit Verlaub, Etikettenschwindel.
Daß die Marktwirtschaft übrigens "das utilitaristische TÜV-Siegel" längst erhalten hat, ist eine Binsenweisheit: da zum Markt bekanntlich Angebot und (v.a.!) Nachfrage gehören, kann es nur eine Marktwirtschaft geben, wenn nachgefragt wird. Und da die Leute Dinge, die sie nicht wollen/brauchen bekanntlich nicht nachfragen, ist der Gemeinnutz quasi automatisch gegeben.
Sagt der Österreicher, der LePenseur halt ist ...
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LePenseur