Brauchen wir derzeit eine Bundeswehr?
Hallo,
heute morgen sah ich zufällig einen Ausschnitt eines Interviews mit v.d.Leyen in der sie die Aktionen der Nato und deren Erweiterungen an der russischen Grenze verteidigte/begrüßte.
In dem Zusammenhang fragte ich mich, gibt es überhaupt eine Notwendigkeit für eine deutsche Armee? Gibt es irgend etwas, was es wert wäre zu verteidigen, etwas was gefährdet wäre, wenn eine militärische Aggression gegen die BRD käme?
a) Verteidigungswürdig ist sicher unser Wohlstand. Aber läßt sich der mit militärischen Mitteln verteidigen? Eher nicht.
b) unseren "Rechtsstaat", den es nur noch auf dem Papier gibt, ansonsten in der Praxis doch eher dem einer Diktatur gleicht.
c) unsere "Demokratie, unsere demokr. Werte", die auch nur noch in Sonntagsreden existieren
d) unsere gleichgeschaltete Presse, bei der Abweichler indirekt Berufsverbot bekommen
e) unsere "freie Berufswahl", bei der Abweichler von den Regierungsdogmen Probleme als Lehrkräfte an Unis bekommen
f) unser Bankensystem?
g) unser Sozialsystem, vor allem das zukünftige?
h) unsere Steuerquote?
Schaue ich mir eine Liste potenzieller Aggressoren, Rußland, Polen oder Frankreich eingeschlossen, an, die ggf. in Zukunft Deutschland militärisch überrennen und vereinnahmen könnten, wenn wir kein Militär mehr hätten, was würde sich zum Negativen wenden? Weniger Demokratie? Weniger wovon?
Ich glaube nicht, daß es uns schlechter ginge, außer unseren politischen Eliten und Führungsschichten, die dann teilweise ihren Job verlören.
Statt dessen könnte man das eingesparte Geld und die Human-Resourcen für Bildung, Infrastruktur oder auch Gewaltvorbeugung/Migrationproblematiken verwenden.
Und sollte sich die BRD gesellschaftspolitisch und politisch wandeln, in der Form, daß verteidigungswürdige Werte wieder geschaffen werden, dann sollte man auch die Einführung einer Wehrpflicht-Armee befürworten.
Im Moment kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, daß es mir hier in Ostwestfalen unter einem polnischen oder russischem oder französischem Protektorat auch unter freiheitlichen Gesichtspunkten schlechter ginge als heute, vor allem wenn man die Gefahren und das Leid einer militärischen Auseinandersetzung (selbst im Siegesfalle) dagegensetzt.
Gruß Dieter