Denke, Du verwechselst hier etwas

helmut-1, Siebenbürgen, Donnerstag, 07.07.2016, 10:15 (vor 3520 Tagen) @ Prophet2556 Views

Der offene Brief des Baron
Dr. Norbert van Handel,


Wer "offene Briefe" schreibt, ist ein armseliger Bittsteller.
Ein 'Knecht', der sich bittend an seinen 'Herrn' wendet, in der Hoffnung,
es möge ein Mißstand geändert oder abgeschafft werden.

Also prinzipiell kein geeignetes Mittel für Tatmenschen. Eher was für
den Typus des Untertanen.

Grüße,
Prophet

Deiner Beschreibung zufolge meinst Du ein Antragsschreiben an eine Behörde. Das ist etwas völlig anderes als ein offener Brief.

Ein offener Brief ist dazu geeignet, eklatante Mißstände, meist durch eine bestimmte Person verursacht, öffentlich anzuprangern und die betreffende Person damit zu konfrontieren, die den Vorgang lieber unter den Tisch kehren möchte. In der Regel sind offene Briefe nicht mit dem Ziel verbunden, irgendwas zu ändern oder abzuschaffen, sondern eher damit, der betreffenden Person die Maske der Anonymität oder des Gutbürgertums vom Gesicht zu reissen.

Eine weitere Unterscheidung besteht in der rechtlichen Haftbarkeit eines offenen Briefes, den man als Versender mit seinem vollen Namen und Adresse versieht und für dessen Inhalt man sämtliche möglichen Konsequenzen tragen muss.

Das alles hat nichts mit dem Verhalten eines "Knechtes" zu tun, sondern eher mit dem eines mündigen Bürgers, der seiner Unzufriedenheit im Rahmen der gesetzlich legalen Möglichkeiten öffentlich Ausdruck geben will.


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