In welcher Parallelwelt die Medienzunft und ihre Systemlinge leben, sieht man an der Brexit-Debatte

Phoenix5, Freitag, 03.06.2016, 23:09 (vor 3547 Tagen) @ nereus3004 Views

Der Standard schreibt hier:

Die BBC hat ihre ganz eigene Bewährungsprobe. Zwar sehen 57 Prozent der Briten den bekanntesten öffentlich-rechtlichen TV-Sender der Welt als "wichtigste", oft einzige zuverlässige Nachrichtenquelle. Doch der Rundfunkanstalt ist die Sorge um ihre Zukunft anzumerken, zumal Cameron ausgerechnet dem überzeugten EU-Feind John Whittingdale das Kulturressort und damit die Zuständigkeit für die BBC überantwortet hat. In der Brexit-Berichterstattung lasse der Sender stets beide Seiten gleich zu Wort kommen, anstatt eigene Urteile zu fällen, beklagt der Oxforder Zeitgeschichtsprofessor Timothy Garton Ash: "Die BBC agiert zu ängstlich."

Ich bin mir sicher, dass nicht nur dem "Oxforder Zeitgeschichtsprofessor", sondern auch dem Standard dieses gar zu offene Bekenntnis zur Eigendefinition von Journalismus, nicht einmal aufgefallen ist.


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