Nix Drehbuch, sondern mangelnde Geschichtskenntnis
das Vorgefallene ist m. E. am einfachsten erklärbar mit (man möge mir
diesen queren Hinweis verzeihen...) der Eichelburg'schen
"Diskreditierungs"-Erklärung, wonach die Medien, die Politik, insgesamt
das ganze gegenwärtige System sich bis zum allgemeinen Sich-Übergeben vor
Empörung vollständig diskreditieren muss, und dies alles drehbuchartig
nach Vorgaben der "Handler" all dieser Akteure und Inszenierer.
Schon die Römer haben die unterworfenen Völker am liebsten nicht selber regiert, sondern sie von Vasallenregierungen regieren lassen die selber aus dem unterworfenen Volk stammten. Für das Imperium hat das mehrere Vorteile:
- es ist allemal die kostengünstigste Lösung, Bestechungsgelder sind allemal billiger als eine sichtbare Besatzungsarmee
- erzeugt wesentlich weniger Hass, und wenn der entsteht, richtet er sich gegen die Vasallen
- haben die Vasallen ein eigenes s̶u̶n̶s̶t̶a̶n̶t̶i̶e̶l̶l̶e̶s̶ substantielles I̶n̶t̶e̶r̶e̶s̶s̶s̶e̶ Interesse an der Aufrechterhaltung der Fremdherrschaft
Allerdings hat eine Vasallenregierung auch gravierende Nachteile, eine Macht, die man nur geliehen bekommen hat, kann niemals mit derselben Intensität bewahrt werden, als wie wenn man sie aus eigener Kraft erobert hat. Vasallenregierungen haben also ein Selbstzerstörungsvirus in sich.
Aus der Wirtschaft kennt man das, dass ein beauftragter Angestellter die Firma niemals so gut führen kann als der Unternehmer, der den Markt erst erobert hat.
Der Hegemon kann dem Treiben lange mit Ruhe zusehen, es betrifft ihn ja nicht, wenn die Vasallenregierung in Schwierigkeiten gerät.
Erst dann, wenn die Vasallenregierung gestürzt wird - und auch das betrifft den Hegemon nicht, er kann ruhig zuwarten, ob sich nicht eine andere Regierung durchsetzt, die dem Hegemon genauso zuvorkommend gesonnen ist wie die gestürzte.
Aber dann, wenn eine Regierung ans Ruder kommen sollte, die gewillt ist, das Land aus seiner Vasallenfunktion zu lösen und die alte Eigenständigkeit wieder anstrebt - oder noch schlimmer, eine Regierung, die sich dem Konkurrenten des G̶H̶e̶g̶e̶m̶o̶n̶s̶ Hegemons anbiedert, dann ist immer noch Zeit genug, eigene Soldaten marschieren zu lassen.
Wie damals die Römer bei der Belagerung Jerusalems. Die römische Vormacht über das Mittelmeer war übrigens zu keinem Zeitpunkt auch nur im Ansatz gefährdet.
Außerdem war es für Rom allemal wichtiger, wer die nächste Präsidentenwahl gewinnt, äh, beim Tod des Kaisers sein Nachfolger wird, als welcher Potentat in Jerusalem herrscht. Dem würde so oder so nichts anderes b̶r̶i̶g̶g̶e̶b̶l̶i̶e̶b̶e̶n̶ übriggeblieben, als sich mit Rom ins Benehmen zu setzen. Auch wenn der nächste König von Jerusalem z.B. Hofer heißen würde und nicht van der Bellen. Das ist für Jerusalem wichtiger als für Rom.
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc