Nach so langer Abstinenz ..
.. hatte ich einen intelligenteren Beitrag von Dir erwartet. ![[[lach]]](images/smilies/lach.gif)
Hallo Zara!
Du schreibst: Da dachte ich mir, ich muss mal wieder im Gelben vorbeischauen, weil mir sofort klar war, dass sich unsere Nationalstaatsenthusiasten zu Verschwörungs-Beiträgen determiniert sehen werden. Und so war es selbstverständlich.
Das hat auch seine Gründe, wie Du dem Posting entnehmen kannst.
Die Wahlforscher haben sich mit ihren prognostizierten Trendkanälen selbst widerlegt, weil die behauptete Streubreite überboten wurde.
Vermutlich, weil das bereits im ersten Wahlgang so war.
Das kann man nicht vergleichen, weil in Wahlgang 1 viel mehr Personen zur Wahl standen. Selbstverständlich mußten sich dann die Wähler im 2. Wahlgang neu positionieren.
Außerdem stimmt Deine Behauptung zur Briefwahl nicht.
In Wahlgang 1 bekam Hofer 25,6 % und van der Bellen 28,1 %.
In Wahlgang 2 bekam Hofer 38,3 % und van der Bellen 61,7 %.
Aber wie gesagt, wenn man Äpfel und Birnen vergleicht. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Und wegen des Unterschieds zwischen Brief- und Direktwählern bemerkst Du schnippisch.
Es will - oh Wunder - einfach nicht einleuchten.
Gib doch bitte mal eine vernünftige Erklärung dazu ab.
Warum wählen Briefwähler anderes als Direktwähler?
Ich habe mal vor langer Zeit im Rahmen eines Projektes beim WDR gearbeitet und kam auf diesem Weg dort mit einigen Mitarbeitern ins Gespräch. Da ging es auch einmal um die Abstimmungen bei Unterhaltungssendungen via TED.
Und dort wurde von mehreren Personen die Ansicht vertreten, die an diesen Ermittlungen der Daten beteiligt waren, daß bereits eine kleine Auswahl von Menschen aus der Bevölkerung einen repräsentativen Blick auf die Gesamtheit ermögliche.
Sie waren jedes Mal fasziniert, das bereits in den ersten Minuten sich der spätere Sieger herausschälte und sich am Endresultat (nach 45 bis 60 Minuten) nur marginal etwas änderte.
Auf diese Art und Weise (nur prozentual wenige Haushalte) werden auch die Einschaltquoten ermittelt und hochgerechnet.
Falls ich nicht irre, lag der Anteil unter 10 %, vorausgesetzt man fragt die Stimmen aus allen Milieus und Schichten ab.
Ich wiederhole daher: Nach Auszählung von 67,6 % der Stimmen lag Hofer mit 56,37 % deutlich vor van der Bellen, der da auf 43,63 % gekommen war.
Und nun darfst Du Dir mal eine etwas geistreicherer Antwort einfallen lassen auf die Frage:
Wie ist es möglich, daß der Trend einer Wahl nach über zwei Dritteln ausgezählten Stimmen sich am Ende noch so stark verändert?
Diese reale Differenz zwischen den Daten wurde durch die MANIPULATIVE Berichterstattung des ORF überhaupt nicht wahrgenommen, weil hier reale Zahlen und Mutmaßungen vermischt wurden. Hätte der Zuschauer den 6,7 % Absturz von Hofer mitbekommen, gäbe es vielleicht ein paar mehr Stimmen der Empörung.
Und Wahlmanipulationen hat es noch niiiiiiiiieeee gegeben - ach woher denn?
WIEN. Der Vorwurf der Grünen auf "Wahlbetrug" in der türkischen Community zugunsten der SPÖ liegt nun bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft. Das gab deren Sprecher am Montag bekannt.
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Der Grüne Gemeinderat Martin Margulies hatten der SPÖ in der Woche vor dem Urnengang vorgeworfen, Besucher von türkischen Cafés seien Antragsformulare zur Bestellung einer Wahlkarte mit den Worten "Ihr wählt ja sowieso SPÖ, wir können das übernehmen" vorgelegt worden - diese sollen dann von den Angesprochenen unterschrieben worden sein. Nach Zustellung der Formulare in die jeweiligen Cafés seien diese aber nicht den Antragstellern übergeben, sondern von "Wahlhelfern" mitgenommen worden, so der Vorwurf.
Quelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/ticker/Nach-Wien-Wahl-Korruptionsstaatsanwaltscha...
Neun Monate Haft auf Bewährung wegen Amtsmissbrauches, so lautet das Urteil gegen den Kurzzeitbürgermeister der Gemeinde Dellach im Drautal. Der SPÖ-Politiker hatte bei der Bürgermeisterstichwahl Stimmen gefälscht.
Angeklagt wurde der Bürgermeister von der Korruptionsstaatsanwaltschaft. Genau 92 Wahlzettel soll der SPÖ-Kandidat bei der Bürgermeisterstichwahl im März 2009 zu seinen Gunsten gefälscht haben. Die Ironie daran: Die Wahl hätte der SPÖ-Kandidat auch ohne den Betrug gewonnen.
Quelle: http://ktnv1.orf.at/stories/451941
Konkret geht es um rund 60 Fälle von versuchtem Wahlbetrug in der Stadt Laa/Thaya im nördlichen Weinviertel: Hochrangige Vertreter der dortigen Stadtregierung, von der ÖVP-Bürgermeisterin und vom SPÖ-Vizebürgermeister abwärts, sorgten im Oktober für ein auffälliges „Bevölkerungswachstum“ in Laa/Thaya. Wie? Indem sie Bekannten oder weitschichtigen Verwandten (im Fall der ÖVP) oder sogar hochrangigen Parteikollegen aus ganz Niederösterreich (im Fall der SPÖ) bei sich zu Hause „Asyl gewähren“ – zufällig drei Wochen vor Meldeschluss für die Wählerevidenz.
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Wer mir nicht glaubt, möge die Wählerevidenz von Laa/Thaya einsehen, und zwar im Vergleich die Version vom 8. 10. 2014 und die Endversion vom 5. 11. 2014: Bingo! Elf Personen mehr als vorher, nämlich insgesamt 19 Wahlberechtigte, wohnen nun zum Beispiel im Haushalt des besonders dreisten SPÖ-Vizebürgermeisters, der erst vor zwei Wochen in dieses Amt nachgerückt und schon Jahrzehnte in der Laaer Gemeindepolitik ist.
Quelle: http://www.andreas-unterberger.at/2014/11/machterhalt-durch-wahlbetrugij/
Über das Rechtsverständnis von Politikern zu Wahlen brauchen wir Deutsche uns aber nicht über die Ösis zu mokieren.
Wir haben da auch ein paar Prachtexemplare vorrätig.
Herr Honka von der CDU, seines Zeichens sogar Jurist fragte via Twitter:
Was ist schlimmer? Schüler fälschten Wahl oder ein Sitz mehr für die #AfD
Quelle: https://twitter.com/hartmuthonka/status/679265224621498368
mfG
nereus