Oder geniales Taktieren?

nereus, Donnerstag, 28.04.2016, 07:38 (vor 3578 Tagen) @ mabraton3130 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 12:53

Hallo mabraton!

Deiner Einschätzung zum Auftritt von Frau Weidel schließe ich mich z.T. an.
Mir fehlte da ein wenig der Biß, den die anderen Frauen (Petry und v. Storch) schon mal haben.
Ich würde aber nicht so weit wie @Martin gehen, sie als Trojanerin zu bezeichnen, obwohl ich seiner unnötigen Kommentierung anderer Parteimitglieder beipflichte.
Aber es ist eben ein Unterschied in Ruhe über etwas nachzudenken oder im Eifer des Studio-Gefechts zu retournieren, zumal Lanz seinen ganzen Stil auf Angriff aufbaut.

Alice Weidel (und wohl auch Prof. Meuthen) präsentiert eher die Wohlfühlseite der AfD, mit der sich das Medien-Bordell arrangieren kann und zunehmend auch möchte. Nicht umsonst wird permanent ihre Mitgliedschaft hinterfragt.
Man hat gerade ordentlich Stimmen gesammelt und weiß, daß der Aufwind der Protestpartei schnell wieder erlahmen könnte, daher will man erst einmal Pfähle einrammen, um Halt in der Brandung des politischen Geschäfts zu bekommen.
Das ist taktisch geschickt und ermöglicht den „Tauben“ immerhin ein paar populäre Botschaften unter’s Publikum zu bringen, wie z.B. Volksabstimmungen.
Der gesitteten und attraktiven Frau Weidel hören dann eben noch ein paar Leute mehr zu und könnten ggf. nachdenklich werden.
Souveräner agierte sie meiner Ansicht nach bei Maischberger und war ein deutlicher Kontrastpunkt zu den immer peinlicher werdenden Hofschranzen.

Vielleicht sollten wir auch nicht immer das Haar in der Suppe suchen, denn wenn ich mir die Ausraster der amtierenden Sprechblasen zu Gemüte führe, dann agiert die AfD noch weitestgehend souverän.
Wenn dann die Dummbeutel der Nation beim Begriff lebensbejahender afrikanischer Ausbreitungstyp eines „Falken“ (Björn Höcke) in die Luft gehen, wie z.B. Hajo Funke und das quäkende Politkasperle-Theater, dann bestätigt es die inzwischen massiv grassierende Demenz der Höflinge.
Auf der einen Seite palavern sie über demografische Katastrophen und wenn dann anderswo dieses Problem nicht besteht und diesen Sachverhalt jemand klar und deutlich formuliert, dann bellen die pawloschen Hunde ihren geistigen Unrat in die Welt, weil sie einfache Zusammenhänge nicht mehr verstehen bzw. wahrnehmen wollen.
Lebensbejahend mutiert inzwischen zum Unwort – das muß man sich einmal in Ruhe durch den Kopf gelassen. Die da oben sind mittlerweile komplett verblödet! [[kotz]]

Die kleinen Nadelstiche aus dem Osten und die wohl temperierten Plaudertaschen [[zwinker]] des Westens sind eine bislang gut funktionierende Mischung, um an allen Rändern und Mitten zu grasen.
Wenn der Parteitag in Stuttgart halbwegs geordnet über die Bühne geht, sind die Haken fest eingeschlagen und die überfällige Zertrümmerung des muffigen Meinungs-Kartells kann erfolgreich fortgesetzt werden.
Und genau darauf freue ich mich. [[zigarre]]

mfG
nereus


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